Ölpreise im leichten Rückgang trotz geopolitischer Spannungen

Die Ölpreise verzeichneten am Mittwoch einen leichten Rückgang, nachdem sie zu Handelsbeginn an die Gewinne des Vortags angeknüpft hatten, sich jedoch bis zum Nachmittag einer Verlustzone näherten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung wurde zu 67,17 US-Dollar gehandelt, was einem Minus von 16 Cent im Vergleich zum Vortag entsprach. US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im März sank um 21 Cent auf einen Preis von 63,00 Dollar.
Obgleich die Bewegungen der Ölpreise seit dem Morgen in einem engen Rahmen stattfanden, beeinflusste der Abschuss einer iranischen Überwachungsdrohne durch die USA am Vortag die Marktentwicklung deutlich. Trotz dieser angespannten Lage wurde seitens der US-Regierung erneut betont, dass geplante Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran fortgeführt werden sollen.
Zudem erhöhte sich die Spannung, als sich iranische Schiffe in der strategisch bedeutenden Straße von Hormus einem unter US-Flagge fahrenden Öltanker näherten und diesen während der Passage "belästigten", so das US-Zentralkommando. Diese Vorfälle verdeutlichen die Brisanz der Lage und die potenziellen Risiken unbeabsichtigter Eskalationen. Dem australischen Finanzexperten Saul Kavonic zufolge sind die geopolitischen Risiken mit einem Prämienaufschlag von fünf bis zehn Dollar pro Barrel im Falle von US-Angriffen auf den Iran verbunden.
Den Ölpreisen wurde durch einen gemeldeten Rückgang der US-Ölreserven Rückenwind verliehen. Der American Petroleum Institute (API) hatte vergangene Woche einen signifikanten Abbau der Rohölbestände um 11,1 Millionen Barrel verzeichnet. Dies könnte den Preis stützen, da ein Rückgang der Reserven in der weltgrößten Volkswirtschaft normalerweise zu einem Anstieg der Ölpreise führt. Weitere Informationen durch die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Regierung werden im Laufe des Tages erwartet.

