Ölpreise im leichten Rückgang – Geopolitische Spannungen bleiben im Fokus

Der Anfang der Woche markiert eine leichte Entspannung an den Ölpreismärkten, nachdem die Preise für Nordseeöl der Sorte Brent und US-Öl West Texas Intermediate (WTI) gesunken sind. Am Montag verzeichnete Brent einen Rückgang von 20 Cent und notierte bei 67,54 US-Dollar pro Barrel. Parallel dazu sank der Preis für WTI um 21 Cent und lag damit bei 62,68 Dollar.
Die Ölmärkte zeigen sich zu Wochenbeginn unentschlossen, während geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, weiterhin die Stimmung beeinflussen. Die Fortführung der Gespräche über das umstrittene Atomprogramm des Iran ist für Dienstag angesetzt. US-Präsident Donald Trump hat die Militärpräsenz im Mittleren Osten verstärkt, was angesichts der Spannungen die Ölpreise seit Jahresbeginn bereits um rund 10 Prozent steigen ließ.
Robert Rennie, Analyst bei der Westpac Banking, betont, dass kurzfristig geopolitische Faktoren den Markt stützen. Dennoch werde mittelfristig die Versorgungslage eine dominierende Rolle spielen. „Wir erwarten, dass der Brent-Preis im ersten Halbjahr auf knapp über 60 Dollar sinken könnte, da die globale Produktionssteigerung ihren Tribut fordern wird“, so Rennie.
Ein weiteres Gewicht auf den Preisen liegt in den jüngsten Aussagen von Mitgliedern der Opec+, die eine mögliche Erhöhung der Fördermengen ab April andeuten. Diese Option verwies auf die Befürchtung eines Überangebots, obwohl die Gruppe vor ihrer Sitzung am 1. März offiziell noch keine endgültigen Maßnahmen angekündigt hat.

