Ölpreissenkung durch USA-Iran-Verhandlungssignale
Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn einen deutlichen Rückgang verzeichnet, begünstigt durch die Aussicht auf bevorstehende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Marktteilnehmer bewerten die geopolitischen Spannungen in der ölreichen Region am Persischen Golf als geringer, nachdem beide Länder Signale für diplomatische Gespräche gesendet haben. Diese Entwicklung führte zu einem Preisabfall auf dem Ölmarkt.
Das Nordseeöl Brent zur Lieferung im April notierte mit 66,01 US-Dollar pro Barrel, was einem Rückgang um 3,31 Dollar gegenüber dem letzten Handelstag entspricht. Auch der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 3,30 Dollar und stand bei 61,91 US-Dollar. Diese Preisbewegungen sind eine direkte Reaktion auf die Berichte der Nachrichtenagentur Tasnim, die nahe an den Revolutionsgarden im Iran steht, über ein geplantes Treffen zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Vorherige Befürchtungen eines möglichen US-Militärschlags hatten die Ölpreise stark angetrieben.
Zusätzlich wurde die Erholung des US-Dollar am Markt hervorgehoben. Die Nominierung des ehemaligen Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als potenzieller Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell durch Präsident Donald Trump hat Zweifel an einer Lockerung der Geldpolitik in den USA geweckt. Ein gestärkter Dollar wirkt sich dämpfend auf die Nachfrage nach in Dollar gehandeltem Rohöl aus, da er den Rohstoff teurer macht.
Am Wochenende traf sich die Opec+, bestehend aus Mitgliedern des Ölverbunds und Russland, und beschloss, trotz des jüngsten Preisanstiegs keine Änderung der Förderpolitik vorzunehmen. Die Fördermenge bleibt im März stabil, was als weiterer preissenkender Faktor am Markt wahrgenommen wurde.

