Ölpreise schwanken: Markt blickt gebannt auf diplomatische Spannungen
Die Ölnotierungen haben einen Teil ihrer zuvor erzielten Gewinne wieder eingebüßt. Am Donnerstag kostete ein Barrel der Nordseeölsorte Brent zur Lieferung im April 68,33 US-Dollar und lag damit 1,13 Dollar unter dem Vortagesniveau. Auch der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,09 Dollar und notierte bei 64,05 US-Dollar.
Im Zentrum des Marktinteresses stehen aktuell die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. Berichte des Nachrichtenportals "Axios" legen nahe, dass bereits vor Verhandlungsbeginn am Freitag die Gespräche beider Länder ins Stocken gerieten. Der Iran, ein OPEC-Mitglied, forderte Änderungen bezüglich Ort und Format der Verhandlungen, die jedoch abgelehnt wurden.
Der geopolitische Druck in der ölreichen Golfregion bleibt weiterhin massiv. Wachsende Sorge vor eskalierenden Konflikten könnte die globalen Ölströme beeinträchtigen. Zuvor hatte die Aussicht auf diplomatische Gespräche zwischen Washington und Teheran für Entspannung gesorgt.
Rohstoffexpertin Warren Patterson von der ING Bank betont, dass die Märkte gespannt auf die am Freitag angesetzten Gespräche hoffen. Der jüngste Kursverlauf zeige jedoch, dass die Unsicherheit an den Märkten über die Ergebnisse der Verhandlungen hoch bleibt.

