Argentinien untersucht Telefonprotokolle im LIBRA-Fall im Zusammenhang mit Javier Milei

Argentinische Behörden überprüfen Telefonprotokolle, die mit Präsident Javier Milei in Verbindung stehen, im Rahmen einer laufenden Untersuchung des LIBRA-Tokens. Diese Protokolle sind zentral für die Ermittlungen und könnten Aufschluss über Mileis Beteiligung bei der Einführung des Projekts geben.
Mileis Anrufe mit Novelli
Zu den Förderern des LIBRA-Projekts gehören der Unternehmer Mauricio Novelli und Hayden Davis von Kelsier Ventures. Kritiker argumentieren, dass Insider frühzeitig ausgestiegen seien, was Bedenken über einen möglichen Betrug aufkommen lässt.
Nach Mileis Tweet stieg der Preis des Tokens innerhalb von Minuten stark an, bevor er kurz darauf zusammenbrach. Schätzungen zufolge wurden dabei etwa $250 Millionen an Marktwert vernichtet.
Ermittler geben an, dass die überprüften Telefonprotokolle Mileis frühere öffentliche Aussagen in Frage stellen könnten. Insbesondere zeigen die Aufzeichnungen, dass er mehrere Anrufe mit Novelli in der Nacht der Token-Einführung führte.
Die Anrufe begannen Berichten zufolge kurz vor Mileis Post und setzten sich fort, während sich der Token-Preis schnell bewegte, was Fragen aufwirft, ob die Kommunikation mit der Marktaktivität in Verbindung stand.
Milei löschte später seinen Post und erklärte, er habe keine Vorkenntnisse über die Struktur des Projekts gehabt. Die Anrufdaten haben jedoch die Staatsanwaltschaft veranlasst, den Zeitablauf genauer zu untersuchen.
Nachrichten deuten auf mögliche Zahlungen an Milei hin
Die Aufmerksamkeit richtet sich auch auf Nachrichten, die während der Untersuchung von Novellis Geräten wiederhergestellt wurden. Einige dieser Nachrichten beziehen sich auf wiederkehrende Zahlungen an Milei während seiner früheren politischen Karriere.
Eine Nachricht beschrieb die Zahlungen als eine Art monatliche Vergütung, während Entwürfe auf Verbindungen zwischen finanziellen Anreizen und Unterstützungen hindeuteten. Separate Berichte zitieren auch Behauptungen von Davis über den Zugang zu Mileis innerem Kreis. Diese Behauptungen erwähnten mögliche Zahlungen, die Karina Milei betreffen könnten, obwohl keine Transfers bestätigt wurden.
Alle Beteiligten haben jegliches Fehlverhalten bestritten und betonen, dass ihre Interaktionen routinemäßig waren. Milei wurde bisher nicht angeklagt, bleibt jedoch als Person von Interesse unter Beobachtung.
Der Fall hat die Debatte darüber neu entfacht, wie öffentliche Amtsträger mit digitalen Vermögenswerten umgehen. Regulierungsbehörden in Argentinien und darüber hinaus beobachten die Situation, während die Ermittlungen voranschreiten.

