Ölpreise sinken nach versöhnlicheren Tönen aus Washington
Die Ölpreise haben am Donnerstag kräftige Verluste erlitten, nachdem US-Präsident Donald Trump in einer unerwartet entspannten Rede die Möglichkeit eines Militärschlags gegen den Iran einschläferte. Ein Barrel der Nordseesorte Brent, zur Lieferung im März, verlor stolze 3,17 Dollar und notierte bei 63,35 Dollar. Parallel sank der Preis für das US-Rohöl West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar um 3,04 Dollar und kam bei 58,98 Dollar zur Ruhe. Noch am Vortag waren die Preise auf den höchsten Stand seit Oktober geklettert, bevor die beruhigenden Worte aus Washington die Marktteilnehmer wieder milder stimmten. Präsident Trump hatte die Spannungen entschärft, indem er – nach anfänglicher Drohkulisse im Hinblick auf Hinrichtungen von Demonstranten im Iran – in harmonischeren Tönen sprach. Dies sowie der diplomatische Druck reduzierten die Ängste vor einem militärischen Eingreifen der USA im Förderstaat Iran erheblich.
Weitere Faktoren, die die Märkte in Atem hielten, waren die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Venezuela. Präsident Trump zeigte sich kürzlich positiv gestimmt hinsichtlich der Entwicklungen dort und äußerte Optimismus, dass das Land in Kürze wieder blühen und gedeihen werde. Dies stand im Kontext eines US-amerikanischen Militäreinsatzes Anfang Januar, bei dem der autokratische Präsident Nicolás Maduro festgesetzt wurde.

