Ölpreise steigen leicht nach anfänglichen Verlusten: Ein Markt zwischen Spannung und Stabilität
Die Ölpreise verzeichneten am Montag einen leichten Aufschwung, nachdem sie zunächst mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet waren. Im Verlauf des Tages kehrten sie jedoch in die Gewinnzone zurück. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März stieg um 49 Cent und notierte bei 61,24 US-Dollar. Parallel dazu legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar um 54 Cent auf 57,86 US-Dollar zu.
Der jüngste militärische Vorstoß der USA in Venezuela und die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten hatten am Ölmarkt überraschend geringe Auswirkungen. Trotz der großen Ölreserven Venezuelas ist das Land aufgrund veralteter Infrastruktur und langer Sanktionen nicht in der Lage, signifikante Mengen zu fördern. Derzeit trägt Venezuela weniger als ein Prozent zur globalen Ölproduktion bei. US-Präsident Donald Trump plant, die venezolanische Produktion wieder aufleben zu lassen, indem er große US-Ölkonzerne ins Land holt.
Der Ölverbund Opec+ hat jüngst keine Änderungen bei der Produktionsmenge beschlossen. Bei einer Videokonferenz am Sonntag entschieden die Delegierten, die Produktion stabil zu halten. Venezuela war dabei kein zentrales Thema; es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der aktuellen Ereignisse völlig abzuschätzen.

