Öl-Markt überrascht: Raffineriegeschäft stärkt Totalenergies
Europas führender Kraftstoffproduzent Totalenergies erfreut sich zum Jahresende eines florierenden Raffineriegeschäfts. Trotz weltweit begrenzter Verarbeitungskapazitäten konnte der Konzern dank steigender Raffineriemargen seinen Barmittelzufluss im vierten Quartal stabil halten – dies trotz sinkender Ölpreise. Darüber hinaus profitierte Totalenergies von erhöhten Fördermengen von Öl und Gas, wie der Konzern in Paris verkündete. Anleger reagierten prompt, die Aktie verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent und positionierte sich damit in der Spitzengruppe des Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50.
Für Mark Wilson, Analyst bei Jefferies, bedeutet dies eine positive Überraschung, da auch die Verschuldung stärker zurückging als erwartet. In den letzten Quartalen waren Ölkonzerne aufgrund fallender Ölpreise unter Druck geraten. Das vierte Quartal verzeichnete Ölpreise, die über zehn US-Dollar unter dem Vorjahresniveau lagen. Totalenergies zeigt sich jedoch widerstandsfähig, insbesondere durch seine starke Präsenz im Raffineriebereich und der Verarbeitung von Öl, was ihn zum größten Kraftstoffhersteller Europas macht.
Ein weiterer Lichtblick ist der Rückgang der Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital. Dies gelang durch den Abbau von betriebsnotwendigem Kapital, darunter Vorräte und Lagerbestände – ein kluger strategischer Schachzug von Totalenergies, der das Vertrauen in die Zukunft des Konzerns stärkt.

