Objektive Bewertung aus Nutzerperspektive: zafaco präsentiert bundesweiten Mobilfunk-Netztest
Als kritische Stärken-Schwächen-Analyse liefert der Deutschland-Test 2025 von zafaco eine objektive Bewertung der Mobilfunknetzbetreiber. Dabei setzt der Netztest auf eine realitätsnahe Prüfung, orientiert am tatsächlichen Nutzere

12. November 2025, 13:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Der zafaco Mobilfunk-Netztest 2025 krönt die Telekom als Sieger vor Vodafone. Die Analyse deckt Stärken in Stabilität und Streaming auf, die Nutzer täglich spüren.

Ismaning, 12.11.2025 (PresseBox) - In Deutschland kämpfen vier Mobilfunknetzbetreiber um die Gunst von rund 201 Mio. Nutzern (Zahl der Mobilfunkanschlüsse, Stand: 12/2024). Für welchen Anbieter sich der einzelne dabei entscheidet – Telekom, Vodafone, O2 Telefónica oder 1&1 – hängt laut Studien vor allen Dingen von zwei Faktoren ab: dem Preis und der flächendeckend hohen Netzqualität. Tatsächlich belegen Umfragen hierbei, dass die Netzabdeckung als Entscheidungskriterium noch vor dem Preis rangiert. In der täglichen Nutzerpraxis zeigen sich jedoch weitere Faktoren, die darüber entscheiden können, ob Mobilfunkkunden mit ihrer Wahl zufrieden sind oder sich doch früher oder später zu einem Anbieterwechsel entscheiden.

Mit dem Mobilfunk-Netztest 2025 liefert zafaco – unabhängiger und neutraler Dienstleister in den Bereichen Active Testing, Monitoring, Benchmarking, Crowdsourcing und Business Intelligence mit eigener messtechnischer Infrastruktur, bekannt durch die erste bundesweite Mobilfunkmesswoche und den Festnetz-Internetanbieter-Test – eine preisunabhängige Bewertung zentraler Qualitätsmerkmale und identifiziert Stärken und Schwächen der einzelnen Anbieter. Dabei differenzieren sich Schwerpunkte und Methodik der von zafaco durchgeführten Tests deutlich von anderen Tests und liefern Ergebnisse jenseits praxisferner Laborwerte.

Neu im Test: 1&1 stellt sich dem Wettbewerb
Erstmals in diesem Jahr bewertet der Mobilfunk-Netztest 2025 auch die Leistung von 1&1. Erst seit 2023 gilt das Unternehmen nicht mehr nur als reiner Tarifanbieter, wie Aldi Talk, Lidl Connect und eine Vielzahl anderer „virtueller Anbieter“, sondern wird von der Bundesnetzagentur als eigenständiger Netzbetreiber eingestuft. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass diese Einstufung noch nicht auf der hierfür erforderlichen, eigenständigen Infrastruktur basiert. Aktuell ist 1&1 mit eigenem Funknetz erst für wenig mehr als 1 Prozent deutscher Haushalte verfügbar. Die Verfügbarkeit gewährleistet der neue Netzbetreiber durch National Roaming, bei dem zusätzlich zur eigenen auch die Infrastruktur des Vodafone-Netzes genutzt wird.

Aus diesem Grund sind die Messergebnisse zu 1&1 noch nicht vollständig mit denen der drei Wettbewerber vergleichbar. Deshalb sind die Ergebnisse für 1&1 im Mobilfunk-Netztest zwar aufgeführt, der „Neuling“ wird jedoch außer Konkurrenz betrachtet.

Praxistests statt Zahlenspielen – zafaco trägt die Brille des Nutzers
Der Nutzerblickwinkel, den zafaco in den Fokus stellt, orientiert sich an den zentralen Szenarien der Mobilfunknutzung: Neben der klassischen Telefonie bewerten Nutzer die Qualität des Mobilfunks an seiner Leistungsfähigkeit in Anwendungen wie Homeoffice, Streaming und Gaming. In diesem Sinne liegt einer der Schwerpunkte des zafaco Mobilfunk-Netztest auf der Stabilität der Internetverbindung (Stability) und damit der Zuverlässigkeit der Datenverbindung. Hierzu gehören ebenfalls leistungsbezogene Messungen in den Bereichen Quality of Service (QoS) und Quality of Experience (QoE), wie etwa DNS-Auflösungszeiten (das Umsetzen eines lesbaren Domainnamens in sein computerlesbares IP-Pendant) oder Antwortzeiten von Gaming-Servern sowie Website-Ladezeiten.

Hören und gehört werden – Sprachtelefonie bleibt ein wichtiges Merkmal
Zwar macht mittlerweile die klassische Telefonie nur noch einen Bruchteil der Mobilfunknutzung aus – laut Erhebungen liegt das klassische Telefonieren gerade einmal bei rund 20 % an der gesamten Smartphonenutzung – gleichzeitig haben jedoch mehr als 40 % der Mobilfunknutzer ihr klassischen Festnetztelefon ganz oder zumindest weitestgehend durch das Smartphone ersetzt. Entsprechend ist auch die Qualität der Sprachtelefonie eines der ausschlaggebenden Kriterien im zafaco Mobilfunk-Netztest. Im Gegensatz zu vielen konventionellen Tests bewertet zafaco hierbei ausdrücklich die Telefonie sowohl innerhalb eines Netzes und zwischen den verschiedenen Mobilfunknetzen als auch die Sprachtelefonie zwischen Mobilfunk und Festnetz.

Im gesamten Test arbeitet zafaco erstmals mit einer ganztägigen Datenerfassung. Im Ergebnis liefert der Mobilfunk-Netztest so in allen Modulen nicht nur einen abstrakten Durchschnittswert, sondern bewertet tageszeitliche Schwankungen und identifiziert für den Nutzer individuell relevante Belastungsspitzen.

Breite Datengrundlage liefert ein stabiles Fundament für aussagekräftige Ergebnisse
Neben den Daten aus eigenen Messungen an stationären, regional verteilten Messeinheiten wurden im Mobilfunk-Netztest Crowdsourcing-Daten aus der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur einbezogen und Ergebnisse des bundesweiten Mobilfunk-Messwoche („Deutschland checkt sein Netz“), vom 26. Mai bis zum 1. Juni 2025, berücksichtigt. Damit standen Daten von mehr als 195 Mio. Messpunkten zur Verfügung, auf deren Grundlage sich der Mobilfunk-Netztest von zafaco als einzigartiger Spiegel des realen Nutzererlebnisses qualifiziert.

Insgesamt hat zafaco im Testzeitraum 386 Millionen ergebnisrelevante Messungen ausgewertet. Die daraus resultierende Analyse der Qualität, Leistungsfähigkeit und Stabilität mündet in sechs Bewertungsdimensionen und 73 Qualitätsmerkmale, nach denen das Angebot der vier Mobilfunknetzbetreiber beurteilt wird. Als detaillierteste und umfassendste Bewertung unter den verfügbaren Mobilfunktests liefert zafaco damit eine nachvollziehbare, belastbare und praxisorientierte Einschätzung der technischen Performance und des realen Nutzererlebnisses.

Die Ergebnisse: Kopf an Kopf und doch kein Foto-Finish
Auch wenn alle vier Anbieter nach Schulnoten dicht beieinanderliegen, zeigen die Ergebnisse doch erkennbare Qualitätsunterschiede. Im Gesamtergebnis geht die Telekom mit „sehr gut“ (Note 1,35) als Sieger aus dem Test hervor. Ebenfalls „sehr gut“ ist die Gesamtleistung von Vodafone (Note 1,47). Dagegen muss sich O2 Telefónica (Note 1,60) mit dem Qualitätsurteil „gut“ zufriedengeben. Das auf den ersten Blick dichte Feld wird in der Betrachtung der Detailbewertungen zusätzlich entzerrt und zeigt stärkere Unterschiede in einzelnen Test-Modulen (Stability, Voice, WebServices, Streaming, Daten, Netzverfügbarkeit). 1&1 schafft es im Vergleich mit Note 1,63 nur auf den vierten Platz.

Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass der Gesamtsieger Telekom im Bereich Stabilität der Internetverbindung (Modul „Stability“) deutlich hinter der Konkurrenz zurückliegt. Dagegen gelingt es, wenn auch außer Konkurrenz, 1&1 im Modul „Streaming“, das die unterbrechungsfreie Qualität hochauflösender Videoinhalte bewertet, das Feld noch vor der Telekom anführt.

Ihren Gesamtvorsprung verdankt die Telekom nicht zuletzt der Auswertung der Crowdsourcing-Analyse zur Datenübertragungsrate, die mit dem Modul „Daten“ mit 12 Prozent in das Gesamtergebnis eingeflossen ist. Die Auswertung von mehr als 1,3 Mio. Testverbindungen aus der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur beschert der Telekom die Beurteilung mit „sehr gut“ und der Note 1,22 und damit einen deutlichen Abstand zur zweitplatzierten O2 Telefónica, die sich mit der Note 1,98 und einem „gut“ zufriedengeben muss. Bei allen Leistungsunterschieden zeichnen die Ergebnisse insgesamt jedoch das Bild eines bundesweit soliden Angebots im Bereich der mobilen Datennutzung.

Die detaillierten Ergebnisse des zafaco Mobilfunk-Netztest 2025 veröffentlicht Deutschlands größtes Verbraucher-Magazin IMTEST.

Quellen:
statista: Mobilfunk in Deutschland – Daten & Fakten

Bitkom: Wecker, Kamera, Navi – was das Smartphone heute alles ersetzt

Internet / Mobilfunk / Netztest / zafaco / Deutschland
[pressebox.de] · 12.11.2025 · 13:00 Uhr
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