Nichtraucherschutz in Bayern: Ausweitung auf E-Zigaretten und Shishas geplant
Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag hat angekündigt, den Schutz vor Passivrauch auf E-Zigaretten und Shishas ausdehnen zu wollen. Ein entsprechender Vorstoß sieht vor, das bayerische Gesundheitsschutzgesetz dahingehend zu ändern, dass der Genuss dieser Produkte dem traditionellen Tabakrauchen gleichgestellt wird.
Damit würde ein Verbot für den Gebrauch von Shishas und E-Zigaretten in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern, Sportstätten, Gaststätten und Flughäfen eingeführt. Bislang war dieses Verbot lediglich auf Cannabisprodukte beschränkt, während E-Zigaretten und Tabakerhitzer davon ausgenommen waren.
Der CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek betont, dass ein umfassender Gesundheitsschutz notwendig sei, da E-Zigaretten und Tabakerhitzer nicht als harmlose Lifestyle-Produkte gelten dürften. Diese Produkte könnten zu Nikotinabhängigkeit führen und gesundheitsschädliche Substanzen freisetzen, die auch andere betreffen.
Während die Grünen im Landtag Zustimmung signalisierten, halten sie das geplante Vorgehen für überfällig. Der gesundheitspolitische Sprecher Andreas Hanna-Krahl unterstrich, dass Expertinnen und Experten bereits seit Jahren auf die Notwendigkeit eines besseren Schutzes hinweisen. Neben der Schließung von Gesetzeslücken sei es wichtig, die Präventionsmaßnahmen zu verstärken, um der Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.

