WLFI fällt um 13% auf Allzeittief aufgrund von Liquidationsängsten bei World Liberty Financial

Der WLFI-Token von World Liberty Financial erlebte am Freitag einen deutlichen Kursrückgang und fiel innerhalb von 24 Stunden um etwa 13% auf ein neues Allzeittief von $0,080. Der Ausverkauf erfolgte, nachdem Berichte über die Hebelwirkung und die Verwendung von Sicherheiten des Unternehmens neue Liquidationsängste ausgelöst hatten.
Zunehmende Kritik an WLFI
Auf der Social-Media-Plattform X kursieren Berichte, dass World Liberty Financial angeblich eine große Menge an WLFI-Token als Sicherheit hinterlegt habe – Berichten zufolge 5 Milliarden WLFI-Token – und etwa $75 Millionen in Stablecoins über den dezentralen Kreditgeber Dolomite aufgenommen habe.
Diese Berichte besagen auch, dass mehr als $40 Millionen, die mit der Kreditaufnahme verbunden sind, an Coinbase Prime überwiesen wurden. Weitere Kommentare zu dem Vorfall deuteten darauf hin, dass ein Teil der Schulden bereits teilweise zurückgezahlt wurde, während weiterhin betont wurde, dass die gesamte Struktur voraussichtlich stark überbesichert bleibt.
Ein weiterer von Skeptikern genannter Faktor ist, dass Nutzer in den USD1-Stablecoin-Pools des Unternehmens unter Druck standen, Gelder abzuheben, und dass die Präsenz von WLFI – angeblich mehr als 50% der Dolomite-Liquidität dominierend – den Marktdruck verstärken könnte, wenn sich die Preise schnell ändern.
In diesem Kontext verringert ein fallender WLFI-Preis die Sicherheit der Sicherheiten, was die Wahrscheinlichkeit von Zwangsmaßnahmen erhöhen kann, selbst wenn der ursprüngliche Plan darauf ausgelegt war, einen direkten Token-Verkauf zu vermeiden.
Bekanntgabe von Governance-Plänen
World Liberty Financial reagierte auf die wachsende Kritik mit einer neuen Erklärung am Freitag und betonte, dass es „einer der größten Anbieter und Kreditnehmer auf den WLFI-Märkten“ sei. Das Unternehmen bestätigte, dass WLFI als Sicherheit hinterlegt und Stablecoins geliehen wurden, bestand jedoch darauf, dass es „nicht in der Nähe einer Liquidation“ sei.
Die Erklärung behauptete weiter, dass selbst wenn sich die Märkte „dramatisch“ gegen die Position des Unternehmens bewegen würden, die Reaktion darin bestünde, mehr Sicherheiten bereitzustellen – dies sei kein Risiko im normalen Betriebsmodell, sondern vielmehr, wie das System bei der Anwendung von Hebelstrategien funktionieren solle.
Zur Verteidigung stellte World Liberty Financial die Kreditposition als Teil einer breiteren Strategie dar: als Anker-Kreditnehmer zu fungieren, um Renditen zu generieren, die wiederum dazu beitragen, die WLFI-Märkte für andere im Ökosystem attraktiv zu machen.
Für frühe Token-Inhaber kündigte World Liberty einen Governance-Prozess an. Das Unternehmen erklärte, dass ein Governance-Vorschlag zur Freigabe gesperrter Token nächste Woche im Forum zur Diskussion gestellt werde und dass kurz darauf eine formelle Abstimmung stattfinden werde.
Zusätzlich erklärte World Liberty, dass USD1 konformitätsorientierte Kontrollen beinhalte und verbesserte Sicherheitswerkzeuge für eingefrorene Gelder beschreibe, die für das bevorstehende regulatorische Umfeld entwickelt wurden. Schließlich behauptete es, dass das Upgrade nahtlos sei, mit übertragenen Salden, Genehmigungen und Integrationen – keine Migration und keine Unterbrechung.
World Liberty Financial richtete sich auch gegen das, was es als „FUD-Menge“ bezeichnete, und argumentierte, dass Kritiker den falschen Teil der Geschichte betrachten und dass das Projekt darauf fokussiert sei, Ergebnisse im Laufe der Zeit zu kumulieren.

