Neue Dynamik im Handel: EU und VAE starten Verhandlungen für Freihandelsabkommen
Die Europäische Union hat offiziell Verhandlungen für ein weitreichendes Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen. Wie die Europäische Kommission mitteilte, fanden die ersten Gespräche in Dubai statt. Ziel ist es, in den kommenden Monaten nicht nur die Zölle zu reduzieren, sondern auch den Handel mit Dienstleistungen, erneuerbaren Energien und kritischen Rohstoffen zu intensivieren.
Der wechselseitige Handel zwischen den Emiraten und der EU umfasst eine breite Palette an Produkten: Die EU importiert hauptsächlich Öl, Gas und unedle Metalle aus den Emiraten, während sie im Gegenzug Kraftfahrzeuge, Maschinen, chemische Produkte und Lebensmittel exportiert. Aktuell sorgen hohe Zölle in den Emiraten dafür, dass insbesondere Tabak, Wein, Spirituosen und Süßwaren teuer importiert werden müssen.
Der Handel zwischen den beiden Partnern hatte zuletzt einen Umfang von etwa 55 Milliarden Euro im Warenbereich, während der Dienstleistungshandel circa 39 Milliarden Euro umfasste. Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verspricht das geplante Abkommen nicht nur wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen, sondern auch eine Stärkung der Beziehungen zwischen der EU und der Golfregion. Es wäre das erste umfassende Handelsabkommen der EU mit einem Staat in der Golfregion und damit wegweisend für zukünftige Kooperationen.

