Netanjahu kündigt Offensive gegen Hamas-Hochburgen an
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen neuen Kriegsplan vorgestellt, der die gezielte Zerschlagung der beiden letzten Hochburgen der Hamas im Gazastreifen ins Visier nimmt: die Stadt Gaza und die zentralen Flüchtlingslager. Der Ministerpräsident betonte gegenüber internationalen Journalisten, dass das Ziel nicht die Besetzung, sondern die Befreiung Gazas von der Gewalt der Hamas sei. Netanjahu unterstrich die Notwendigkeit, die Hamas zu besiegen, da sie sich weigert, die Waffen niederzulegen. Rund 70 bis 75 Prozent des Gazastreifens sind bereits unter israelischer Kontrolle, aber zwei zentrale Hochburgen bleiben bestehen. Um die verbleibenden Geiseln zu befreien und den Krieg zu beenden, sprach Netanjahu mit US-Präsident Donald Trump über den israelischen Kriegsplan. Die Bevölkerung in den umkämpften Gebieten soll in sichere Zonen evakuiert werden, wo sie mit dem Nötigsten versorgt werden kann. Medienberichte sprechen von einer möglichen zweimonatigen Vorbereitungszeit für den Militäreinsatz, die Einberufung von Reservisten und die Reparatur von Kriegsgerät erfordern. Die geplante Offensive stößt international auf Kritik, insbesondere im UN-Sicherheitsrat. Der slowenische UN-Botschafter Samuel Zbogar forderte Israel auf, die Entscheidung zu überdenken. Netanjahu legte Wert auf die prinzipielle Entwaffnung der Hamas und die Errichtung einer friedlichen Zivilregierung im Gazastreifen. Auf internationaler Ebene hat Australien bekannt gegeben, Palästina als Staat anzuerkennen, um die Zweistaatenlösung zu fördern. Netanjahu kritisierte diese Anerkennung als beschämend. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Korrespondent des arabischen TV-Senders Al-Dschasira bei einem israelischen Angriff ums Leben kam. Israels Militär beschuldigte den Journalisten, Teil einer Hamas-Terrorzelle gewesen zu sein, während der Sender diese Behauptungen als unbewiesen zurückweist.

