Musk suchte Zuckerberg als Partner für Übernahme von OpenAI
Elon Musk versuchte im Februar, Mark Zuckerberg für sein knapp 100 Mrd. Dollar schweres Übernahmeangebot an OpenAI zu gewinnen. Laut einer Gerichtseingabe habe Musk den Meta-Chef kontaktiert, um ihn für die Finanzierung der 97,4 Mrd. Dollar schweren Offerte zu gewinnen. Meta oder Zuckerberg selbst unterzeichneten jedoch keine Absichtserklärung.
Der Vorstoß markiert eine ungewöhnliche Wendung in der Beziehung der beiden Tech-Milliardäre. Noch 2023 lieferten sich Musk und Zuckerberg öffentlich Wortgefechte, bis hin zu einem inszenierten „Cage Fight“, nachdem Meta den Twitter-Rivalen Threads lanciert hatte. Nun sollten sie ausgerechnet beim umkämpftesten Thema der Branche, Künstliche Intelligenz, gemeinsame Sache machen.
Musk hatte OpenAI, das er 2015 mitgründete, bereits im Februar ein formelles Kaufangebot unterbreitet. Zunächst wollte er eine Auktion des Non-Profit-Konstrukts erzwingen, das weiterhin die Kontrolle über die kommerzielle Tochtergesellschaft hält, anschließend bot er die vollständige Übernahme an. Unterstützt wurde er dabei von Investoren wie Valor Equity Partners, Baron Capital, Vy Capital sowie seinem eigenen Unternehmen xAI. OpenAI lehnte den Vorschlag umgehend ab, Beobachter sprachen von einem publicity-getriebenen Manöver.
Im Hintergrund tobt ein harter Wettbewerb um Spitzenforscher im Bereich generative AI. Sowohl Musk als auch Zuckerberg versuchen, führende Talente von OpenAI abzuwerben. Meta bietet dafür teils Gehaltspakete von über 100 Mio. Dollar. OpenAI selbst steht weiter unter Druck: Musk hatte das Unternehmen verklagt, um die Umwandlung in eine Profitorientierung zu blockieren. Zwar hat die Gruppe ihre Pläne inzwischen abgeschwächt, dennoch bleibt das Non-Profit-Gremium formell oberste Instanz.
Im laufenden Verfahren fordert OpenAI nun, dass Meta interne Dokumente über die Gespräche mit Musk vorlegt. Meta widersetzt sich dem Antrag und verweist darauf, dass es nie Teil des Übernahmeangebots war.


