Munich Re mahnt zur Neujustierung der politischen Strategie
In einem bemerkenswert offenen Statement hat Joachim Wenning, Vorstandschef des internationalen Rückversicherungsgiganten Munich Re, die US-Regierung unter der Führung von Präsident Donald Trump in einem Atemzug mit den Regierungen in Peking und Moskau genannt. Diese brächten eine drohende Schwächung Europas voran. Wenning äußerte sich auf der Hauptversammlung des renommierten DAX-Konzerns vor rund 2.000 Aktionären und warb um ein Umdenken in der politischen Strategie sowohl von außen als auch von innen.
Er betonte, dass die Angriffe auf Europa nicht nur von der globalen politischen Bühne kämen, sondern auch durch die politischen Extreme innerhalb Deutschlands und anderer EU-Mitgliedsstaaten geschürt würden. Mit seinen klaren Worten überwand Wenning die traditionell zurückhaltende politische Haltung großer Unternehmen in Deutschland und forderte von der künftigen Bundesregierung eine grundlegende Neuausrichtung von Maßnahmen, die von einer Umverteilung hin zu Leistungssteigerung führen sollte.
Der Spitzenmanager machte deutlich, dass dieser Paradigmenwechsel zwar Zumutungen für die Bürger nach sich ziehen würde, jedoch notwendig sei, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. "Jede erfolgversprechende politische Initiative wird Opfer verlangen und wir müssen mit dem Verzicht auf liebgewonnene Errungenschaften rechnen", argumentierte Wenning eindringlich.

