Münchner Sicherheitskonferenz: Merz trifft auf hochkarätige US-Vertreter
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz wird im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz bedeutende Begegnungen mit internationalen Spitzenpolitikern führen. Neben dem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio steht auch ein Austausch mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom auf der Agenda. Letzterer gilt als einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Donald Trump und möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten im Jahr 2029.
Merz wird die Konferenz am Freitagnachmittag mit einer Grundsatzrede eröffnen, die sich auf die Neuausrichtung des transatlantischen Verhältnisses und die Rolle Europas in der gegenwärtigen globalen Ordnung konzentrieren wird. Diese Ordnung wird zunehmend von Großmachtpolitik dominiert. Während seines Aufenthalts in München stehen auch Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer auf dem Programm.
Das Treffen mit Newsom wird zwar als 'kurze Begegnung' beschrieben, ist jedoch von erheblicher politischer Brisanz. Newsom hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Aufsehen gesorgt, als er scharfe Kritik an der aus seiner Sicht unterwürfigen Haltung Europas gegenüber Trump äußerte. Dabei forderte er Europas Staats- und Regierungschefs auf, mehr Rückgrat zu zeigen.
Am Samstag wird Newsom erneut im Mittelpunkt stehen, wenn er bei der Sicherheitskonferenz über Klimaschutz spricht. Zeitgleich wird die Rede von US-Außenminister Rubio erwartet, deren Inhalt aufgrund der im Vorjahr geäußerten Kritik von US-Vizepräsident JD Vance an Europas Demokratien mit Spannung erwartet wird.

