Münchner Flughafendebakel: Staatsanwaltschaft nimmt Untersuchung auf
Münchner Flughafendebakel: Staatsanwaltschaft nimmt Untersuchung auf
Nach der nächtlichen Notlage von Hunderten Passagieren in Flugzeugen auf dem Münchner Flughafen hat die Staatsanwaltschaft Landshut eine Untersuchung eingeleitet. Ein Sprecher der Behörde bestätigte den Eingang eines Polizeiberichts zu dem Vorfall, konnte jedoch aufgrund der laufenden Prüfungen keine weiteren Details nennen.
Der Auslöser für die polizeilichen Ermittlungen war eine Anregung durch einen "wohl unbeteiligten Dritten", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Dieses Ersuchen ging über ein Kontaktformular an das Landeskriminalamt in München ein. Anzeigen von betroffenen Gästen sind bislang nicht registriert. Worum genau es in der Anregung geht und ob strafrechtliche Konsequenzen drohen, bleibt Gegenstand der Untersuchungen.
Die Lufthansa hat bereits angekündigt, dass die betroffenen Passagiere entschädigt werden sollen. Von den sechs betroffenen Flügen gehörten fünf zur Lufthansa Group. Sowohl die Airline als auch der Flughafen entschuldigten sich für die "unzumutbare Lage".
Am fraglichen Abend waren rund 600 Passagiere in sechs Flugzeugen gefangen, die ursprünglich abheben sollten. Unerwarteter starker Schneefall verhinderte jedoch den Start, und die notwendigen Busse, um die Passagiere ins Terminal zurückzubringen, standen nicht zur Verfügung. Da zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr die Nachtflugregelung in München greift, wurde eine Sondergenehmigung eingeholt, um bis 1.00 Uhr zumindest noch einige Flüge ausführen zu können. Wegen der widrigen Wetterbedingungen konnte jedoch keines der sechs Flugzeuge in diesem Zeitfenster starten.

