Moderate Wachstumsraten bei US-Großhandelsbeständen im Juli verzeichnet
Ein überraschend moderater Anstieg der Großhandelsbestände in den USA zeichnet sich im Juli ab und deutet darauf hin, dass Unternehmen nach dem zweiten Quartal nicht eilig dabei waren, ihre Lager wieder aufzufüllen. Laut dem Census Bureau des Handelsministeriums erhöhten sich die Lagerbestände der Großhändler um lediglich 0,1 %, anstelle der zuvor geschätzten 0,2 %. Diese Überraschung trotzte den Erwartungen von Ökonomen, die keine Änderung der Schätzungen vorhergesehen hatten.
Für Juni verzeichneten die Bestände einen Zuwachs von 0,2 %, während sie im Jahresvergleich im Juli um 1,3 % anstiegen. Auffällig war hierbei insbesondere der Rückgang der Lagerbestände im Kfz-Bereich um 1,6 %, wohingegen sich die Bestände an Kleidung um 1,9 % und an Medikamenten um 1,8 % erhöhten. Die Bestände im Lebensmittelbereich verbuchten einen Anstieg von 2,0 %.
Im zweiten Quartal schrumpften die Bestände auf ein annualisiertes Minus von 32,9 Milliarden Dollar, was einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,29 Prozentpunkte bedeutete. Dieses Defizit wurde jedoch durch einen Rekordbeitrag von 4,95 Prozentpunkten aufgrund eines verringerten Handelsdefizits mehr als ausgeglichen. Die US-Wirtschaft wuchs so im letzten Quartal mit einer annualisierten Rate von 3,3 %, nachdem sie im ersten Quartal noch um 0,5 % geschrumpft war.
Der Großhandelsumsatz verzeichnete im Juli einen bemerkenswerten Anstieg von 1,4 %, nach einem Anstieg von 0,7 % im Juni. Basierend auf dem Verkaufsvolumen im Juli benötigen die Großhändler nun 1,28 Monate, um ihre Regale zu leeren, gegenüber 1,29 Monaten im Juni.

