Moderate Teuerung mildert Inflationssorgen in Hessen
Die Lebenshaltungskosten in Hessen haben sich im Oktober im Vergleich zum Vorjahr abermals etwas moderater entwickelt als noch im September. Das Statistische Landesamt in Wiesbaden berichtet, dass die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent über dem Niveau des gleichen Monats im Vorjahr lagen. Noch im September belief sich die Inflationsrate auf 2,6 Prozent, nach 2,4 Prozent im Juli und August.
Steigende Preise sind nach wie vor ein Belastungsfaktor für die Kaufkraft der hessischen Bevölkerung: Bei höherer Teuerung kann mit demselben Betrag weniger erworben werden. Von September 2025 auf Oktober 2025 ermittelten die Statistiker aus Wiesbaden einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.
Ein wesentlicher Antrieb der Inflation sind die steigenden Preise im Dienstleistungssektor (ohne Wohnungsmieten), welche im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9 Prozent zulegten. Besonders betroffen sind Verbundfahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr mit einer Preissteigerung von 10,1 Prozent, Pauschalreisen mit 5,1 Prozent und Flugtickets mit 3,1 Prozent. Die Nettokaltmieten haben sich im Durchschnitt um 2,4 Prozent erhöht.
Auch Lebensmittel zeigten im Oktober eine Preissteigerung von 1,5 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Besonders Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren verzeichneten ein Preisplus von 8,1 Prozent, während die Preise für Butter um erstaunliche 14,1 Prozent sanken und Gemüse um 1,4 Prozent günstiger wurde.
Im Energiebereich stiegen die Preise um durchschnittlich 1,4 Prozent im Jahresvergleich. Kraftstoffe wurden dabei um durchschnittlich 0,7 Prozent teurer, wobei Diesel um 1,0 Prozent und Superbenzin um 0,6 Prozent zulegten.

