Moderate Schwankungen an den Märkten: Rüstungswerte im Fokus
Am deutschen Aktienmarkt zeigt sich nach der Stabilisierung am Vortag ein eher ruhiger Start in den Freitagshandel. Laut dem Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners wurde der kürzlich vereinbarte 'Grönland-Deal' positiv an der Börse aufgenommen. Der Donnerstag war geprägt von regem Kaufinteresse und dem bislang höchsten Handelsvolumen der 40 Dax-Werte in diesem Jahr. Zum Auftakt in den Handelstag lässt die Dynamik jedoch etwas nach.
Der X-Dax deutete vor der Xetra-Eröffnung ein leichtes Minus von drei Punkten für den Dax auf 24.853 Punkte an, womit das Vortageshoch von 24.937 Punkten zunächst nicht erreicht wird. Im Verlauf der Woche war der Dax zwischenzeitlich auf fast 24.349 Punkte gesunken, nachdem er gegenüber dem Rekordhoch der Vorwoche bei 25.507 Punkten um 4,5 Prozent nachgegeben hatte. Hintergrund dieser Schwankungen war eine mittlerweile entschärfte Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump.
Der EuroStoxx 50, der in der Vorwoche ebenfalls Höchststände erreicht hatte, wird für den Freitag positiv eingeschätzt. Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf Rüstungsaktien wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk. Die jüngsten Entwicklungen in den Friedensverhandlungen zum Ukraine-Konflikt tragen zur Aufmerksamkeit dieser Branche bei.
Zudem steht in Amsterdam der mit Spannung erwartete Börsengang der Czechoslovak Group bevor, der eine Milliardenbewertung in zweistelliger Höhe anstreben dürfte. Parallel dazu gerät BASF ins Blickfeld, deren Aktien im vorbörslichen Handel durch enttäuschende Eckdaten unter Druck geraten sind. Angesichts der verfehlten Gewinnerwartungen im vierten Quartal wird laut dem Analysten Chetan Udeshi von JPMorgan mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen gerechnet.

