Mobilfunkmesswoche deckt regionale Funklöcher in Deutschland auf
Die jüngst durchgeführte Mobilfunkmesswoche, organisiert von der Bundesnetzagentur, hat die fortlaufenden Herausforderungen im Mobilfunknetz Deutschlands ans Licht gebracht. Prominent ist, dass trotz einer hohen Netzabdeckung von 98 Prozent in den modernen Technologien 4G und 5G, vereinzelte regionale Versorgungslücken bestehen.
Besonders in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigten sich Lücken mit 1,12 Prozent der Messpunkte, wo gar kein Netz festgestellt wurde. Die Messungen resultierten aus einer umfassenden Beteiligung von 150.000 Menschen, die mithilfe einer Funkloch-App an ihren Mobilgeräten anonymisierte Daten sammelten. Diese wurden anschließend der Bundesnetzagentur übermittelt, um die Angaben der Netzbetreiber kritisch zu hinterfragen und allfällige Diskrepanzen offenzulegen.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde zudem festgestellt, dass 2,25 Prozent der Messungen lediglich ein 2G-Netz lieferten, das lediglich für Basisanwendungen wie Telefonie und SMS ausreicht. Das Bundesministerium für Digitales betrachtet die erfolgreichen Erfassungen von rund 145 Millionen validen Messpunkten als vollen Erfolg und plant, dieses Konzept künftig auszuweiten.
So wurde etwa 16 Prozent der deutschen Bundesfläche abgedeckt, was jedoch für umfassende Schlussfolgerungen zur Netzinfrastruktur unzureichend ist. Dennoch bieten die Ergebnisse wertvolle Einblicke in Gebiete mit dringendem Handlungsbedarf im Netzausbau.

