Mindestlohnerhöhung: HDE warnt vor Konsequenzen für den Einzelhandel
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich entschieden gegen die geplante Erhöhung des Mindestlohns ausgesprochen. Laut HDE-Präsident Alexander von Preen könnten zahlreiche Arbeitsplätze im Einzelhandel bedroht sein, da sich Positionen für Arbeitgeber in der Privatwirtschaft finanziell lohnen müssen, um bestehen zu bleiben.
Von Preen kritisierte, dass die Mindestlohnkommission die aktuell schlechte konjunkturelle Lage der Branche und die potenziellen Arbeitsplatzverluste nicht ausreichend in ihre Entscheidung einbezogen habe. Er betonte, dass die Absicherung des Existenzminimums primär Aufgabe der staatlichen Sozialpolitik sei und nicht von einer unabhängigen Kommission entschieden werden sollte. Der Schritt könne gravierende Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland haben.
Laut der Mindestlohnkommission ist geplant, den Mindestlohn in zwei Schritten anzuheben: auf 13,90 Euro Anfang des nächsten Jahres und schließlich auf 14,60 Euro zum 1. Januar 2027. Der aktuelle Mindestlohn liegt derzeit bei 12,82 Euro.

