Millionen Kunden betroffen: Hackerangriff auf indischen Carsharing-Dienst Zoomcar
Ein beunruhigender Vorfall erschüttert den indischen Carsharing-Markt: Zoomcar, ein führendes Unternehmen mit Hauptsitz in Bengaluru, meldet einen Hackerangriff, bei dem sensible personenbezogene Daten von mindestens 8,4 Millionen Kunden kompromittiert wurden. Dabei erlangte der Angreifer Zugriff auf Namen, Telefonnummern und Kfz-Kennzeichen. Der Vorfall wurde bekannt, als Mitarbeiter von Zoomcar am 9. Juni durch einen externen Hacker kontaktiert wurden, der behauptete, Zugang zu den Daten des Unternehmens zu haben.
Nach Überprüfung durch die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC gab Zoomcar bekannt, sofort auf den Sicherheitsvorfall reagiert zu haben. Glücklicherweise gäbe es keine Hinweise darauf, dass finanzielle Informationen oder Passwörter in Klartext betroffen sind. Um zukünftigen Bedrohungen entgegenzuwirken, hat Zoomcar zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen auf seinen Cloud- und internen Netzwerken implementiert, die Systemüberwachung erhöht und Zutrittskontrollen überprüft. Außerdem wurden externe Cybersecurity-Experten hinzugezogen, und die Behörden sind über den Vorfall informiert.
Unklar bleibt jedoch, ob und wie betroffene Kunden über den Vorfall informiert wurden, sowie Details über den Hacker selbst. Anfragen dazu bleiben bislang unbeantwortet. Zoomcar, gegründet im Jahr 2013, betreibt sein Geschäft in 99 Städten weltweit, darunter auch in Ägypten, Indonesien und Vietnam, und zählt über 10 Millionen Nutzer. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt einen Anstieg von 19 % bei den Autovermietungen und eine deutliche Steigerung des Gewinns, obwohl der Nettoverlust weiterhin bei 7,9 Millionen US-Dollar lag.
Die jüngsten Ereignisse haben bisher keine signifikanten Störungen des Geschäftsbetriebs hervorgerufen, wie das Unternehmen bekannt gab.

