Micron Technology erhöht Investitionen in den USA deutlich
Der amerikanische Speicherchiphersteller Micron Technology hat seine Investitionen in den USA auf rund 200 Milliarden Dollar ausgeweitet. Davon sollen 150 Milliarden Dollar in die Produktion fließen, unterstützt von Präsident Donald Trumps Bestrebungen, die Halbleiterlieferketten im Inland zu stärken. Diese neuen Pläne bedeuten eine zusätzliche Investition von 30 Milliarden Dollar und führten zu einem Rückgang der Micron-Aktien um etwa 1% im vorbörslichen Handel.
Micron reiht sich in die Reihe vieler amerikanischer Technologieunternehmen ein, die auf Trumps Bestreben, mehr Halbleiter in den USA zu produzieren, reagieren. Dazu zählt auch der KI-Chip-Marktführer Nvidia, ein Kunde von Micron, der im April Pläne offenlegte, KI-Server im Wert von bis zu 500 Milliarden Dollar in den USA zu bauen, unterstützt von Partnern wie dem taiwanischen Konzern TSMC.
Im Zentrum von Microns erweiterten Investitionen steht der Bau einer zweiten Hightech-Speicherfabrik in Boise, Idaho, sowie die Erweiterung einer Produktionsstätte in Manassas, Virginia. Diese Investitionen sollen dazu beitragen, den erwarteten Marktbedarf zu decken und Microns Ziel zu unterstützen, 40% seiner DRAM-Produktion in den USA zu realisieren.
Darüber hinaus plant Micron, moderne Verpackungstechniken in den USA einzuführen, die für die sogenannte High Bandwidth Memory (HBM) essenziell sind, eine Technologie, die häufig im KI-Bereich Anwendung findet. HBM gilt als eine Form von gestapelter DRAM-Technologie.
Jensen Huang, CEO von Nvidia, lobte in einer Erklärung Microns Engagement für die erweiterte Speicherproduktion und HBM-Fähigkeiten als wichtigen Schritt für das KI-Ökosystem in den USA. Micron wird zusätzlich rund 50 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aufwenden.

