Micron: Der KI-Boom als Wachstumsbeschleuniger
Der Technologiehype rund um Künstliche Intelligenz (KI) treibt die Geschäfte des US-amerikanischen Chipherstellers Micron an. Nach einem Umsatzrekord im dritten Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen einen weiteren Aufschwung im Schlussviertel. Analysten haben ihre Erwartungen bereits höher gesteckt, denn der Durchbruch in Sachen KI beschleunigt die Nachfrage aus Rechenzentren. Ein anfänglicher Kursanstieg der Micron-Aktie am Donnerstag wurde jedoch schnell von einer leichten Abwärtsbewegung abgelöst.
Für Anleger bleibt Micron trotz Rückschlägen attraktiv, da der wachsende Fokus auf KI in der Technologiebranche neue Investitionsmöglichkeiten eröffnet, die über das bevorzugte Terrain von Nvidia hinausgehen. Microns Kurs hat sich seit dem Einbruch durch frühere Handelszöllen verdoppelt, was sie zu einem Favoriten im Nasdaq 100 macht. Doch im Fünfjahresvergleich zeigt sich, dass Micron hinter Marktschwergewichten wie Nvidia und Broadcom zurückbleibt.
Nicht nur in den USA, auch in Deutschland befördern die positiven Geschäftszahlen von Micron die Branche. Infineon konnte im Dax zulegen, während Zulieferer wie Aixtron und Suss Microtech verstärkte Beachtung fanden. Mit einem Umsatzsprung um 15 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal übertraf Micron die gesteckten Ziele. Insbesondere die Nachfrage nach speziell auf KI-Anwendungen ausgelegten Hochleistungschips stieg um nahezu 50 Prozent.
Das Führungsteam um CEO Sanjay Mehrotra blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft, da die Nachfrage nach Speicherkapazitäten mit zunehmender Komplexität der Software wächst. Für das vierte Quartal erwartet Micron eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent auf etwa 10,7 Milliarden Dollar, wobei die Bruttomarge auf 41 Prozent klettern soll. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird bei 2,50 Dollar geschätzt.
Microns Ausblick bleibt angesichts der boomenden Nachfrage nach KI-Anwendungen positiv. Mit Disziplin und strategischen Investitionen in die Produktionskapazitäten zielt das Unternehmen darauf ab, in diesem Geschäftsjahr neue Rekordmarken zu setzen und seine technologische Vorreiterschaft auszubauen.

