Meta Platforms plant Einstieg in den Stromgroßhandel
Meta Platforms, bekannt durch die Tochtergesellschaft Facebook, strebt den Eintritt in den Stromgroßhandel an, um den steigenden Energiebedarf seiner Rechenzentren besser zu bewältigen. Das Unternehmen reichte in dieser Woche einen Antrag bei den US-Regulierungsbehörden ein, um die erforderliche Genehmigung dafür zu erhalten. Ziel sei es, die Betriebskosten mit sauberer Energie nachhaltiger zu gestalten.
Der Einkauf von Elektrizität stellt eine zunehmende Herausforderung für Technologiefirmen wie Meta, Microsoft und Google dar, da sie im Wettrennen um die Entwicklung fortschrittlicher KI-Systeme stehen. Diese sind bekannt dafür, erheblichen Ressourcenbedarf zu generieren. Amazon, Google und Microsoft sind bereits als aktive Stromhändler tätig, wie aus regulatorischen Unterlagen hervorgeht.
Die Energienachfrage von Datenzentren, die zum Aufbau und Betrieb von KI-Modellen benötigt werden, soll sich laut Prognosen in den nächsten zehn Jahren vervierfachen. In Anbetracht der steigenden Strompreise haben einige Technologiefirmen begonnen, Erdgas als wichtige Energiequelle für ihre Rechenzentren in Betracht zu ziehen. So genehmigten die Regulierungsgremien in Louisiana kürzlich den Plan von Entergy, drei Erdgasanlagen für Metas dortiges Datenzentrum zu errichten.
Meta verlangt in seinem Antrag bei der Federal Energy Regulatory Commission die Erlaubnis, Energie, Kapazität und bestimmte Nebendienstleistungen zu verkaufen. Die spezifischen Regionen für den Stromhandel in den USA wurden dabei nicht benannt. Um aktiv in einem der sieben wettbewerbsfähigen Strommärkte handeln zu können, muss das Unternehmen eine Mitgliedschaft beantragen. Der Antrag wurde über die Tochter Atem Energy eingereicht und soll idealerweise bis zum 16. November genehmigt werden.

