Warnstreik bringt Verkehr in deutschen Metropolen zum Stillstand
Ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr hat am Morgen zahlreiche Pendler in Deutschland auf eine Geduldsprobe gestellt. Laut einer Auswertung des Verkehrsdatenspezialisten TomTom verzeichneten mehrere Großstädte einen drastischen Anstieg im Staulevel. Zu den Spitzenzeiten zwischen 8.00 und 9.00 Uhr kämpften Autofahrer mit überdurchschnittlichen Verkehrsbehinderungen.
Besonders betroffen war der Großraum München, wo die Verkehrsdichte um 8.00 Uhr auf 146 Prozent anstieg. Dies entspricht mehr als dem Dreifachen des üblichen Wertes für diese Uhrzeit. Auch Frankfurt geriet mit einem Staulevel von 128 Prozent um 9.00 Uhr an seine Grenzen, verglichen mit einem normalen Durchschnitt von 35 Prozent. Weitere Städte wie Hamburg und Köln verzeichneten ebenfalls drastische Anstiege, die weit über ihren jahreszeitlichen Durchschnittswerten lagen.
In Berlin hingegen fielen die Streikfolgen moderater aus. Hier stieg der Staulevel um 9.00 Uhr auf 52 Prozent, was lediglich 12 Prozent über dem üblichen Niveau liegt. Der ADAC berichtete von einem bundesweiten leichten Anstieg in der Länge und Dauer der Staus, was die flächendeckenden Auswirkungen unterstreicht. Die Nachfrage nach Taxis erlebte in den Morgenstunden ebenfalls einen deutlichen Anstieg, wie der Fahrdienstvermittler Freenow mitteilte.
Verursacht wurde das Verkehrsdilemma durch einen ganztägigen Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Bis auf Niedersachsen waren alle 16 Bundesländer betroffen, was zu einem Verkehrschaos insbesondere in den Innenstädten führte.

