Meta-Investitionen: Anleger verunsichert, aber Fundamentaldaten bleiben stark
Der jüngste Anstieg der Investitionsausgaben bei Meta, der Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, sorgte am Donnerstag für Stirnrunzeln unter Investoren. Zum Handelsbeginn erlebte die Aktie einen drastischen Rückgang, fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni bei enormem Handelsvolumen, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Letztendlich sank der Kurs um über 10 Prozent auf 675 US-Dollar. Damit reduzierte sich das bislang erzielte Jahresplus auf etwa 15 Prozent. Trotz dieses Rücksetzers verzeichnet Meta, innerhalb der renommierten "Glorreichen Sieben" – allein übertroffen von Nvidia – einen spektakulären Anstieg von 500 Prozent seit 2022.
Meta hat angekündigt, seine Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) erheblich steigern zu wollen, wobei die Kapitalaufwendungen in diesem Jahr bis zu 72 Milliarden Dollar erreichen sollen. Für 2026 plant das Unternehmen, die Investitionen noch weiter zu erhöhen, ohne jedoch spezifische Zahlen zu nennen. Analysten zeigten sich größtenteils überzeugt von der Aktie, nahmen allerdings Anpassungen an ihren Kurszielen vor. Einige, wie Brad Erickson von der kanadischen Bank RBC, bemängelten die Komplexität der neuesten Quartalsberichte und verwiesen auf eine weniger positive Vorhersage für das vierte Quartal und erhöhte Betriebsausgaben.
Doug Anmuth von JPMorgan blieb der Aktie grundsätzlich positiv gegenüber, reduzierte jedoch aufgrund der neuen KI-Investitionen ebenfalls sein Kursziel. Er hob hervor, dass die geplanten Investitionssteigerungen für 2026 Anleger verunsicherten, zumal Metas Kosten im Vergleich zu Konkurrenten wie Google und Amazon sehr viel höher ausfielen. Diese verfügen über Cloud-Geschäfte, die ihnen ermöglichen, KI-Innovationen direkt zu monetarisieren.
Eine Ausnahme bildete Stephen Ju von der Großbank UBS, der sein Kursziel von 900 auf 915 Dollar anhob, das unter den analysierten Experten das höchste darstellt. Er betrachtet die negativen Kursreaktionen teilweise als Reaktion auf Metas Umsatzausblick, der die Erwartungen weniger stark übertraf. Trotz des erhöhten Investitionsausblicks konzentriert er sich auf die positiven fundamentalen Geschäftsdaten im Bereich Werbung. Jene Zahlen verdeutlichen das Wachstum der Nutzerbasis von Meta und die dadurch gesteigerten Umsatzmöglichkeiten, verbunden mit einer zunehmenden Marktanteil bei Werbetreibenden.

