Merz stärkt Brücken nach China: Intensivierung der deutsch-chinesischen Beziehungen
Die deutschen Beziehungen zu China stehen vor einem positiven Wandel, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während seines ersten Amtsbesuchs in Peking verdeutlichte. In einem freundlichen Dialog mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang hob Merz die Bedeutung einer vertieften wirtschaftlichen und diplomatischen Zusammenarbeit hervor. "Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung und sollten dieser auch gemeinsam gerecht werden", betonte der Kanzler, der zudem die Chancen für weiteres Wachstum auf beiden Seiten unterstrich.
In den kommenden Monaten werden Fachminister die Gespräche fortsetzen, um die bilateralen Beziehungen zu festigen. Die wirtschaftlichen Entwicklungen in der sich wandelnden internationalen Lage, die durch Unilateralismus und Protektionismus geprägt ist, erfordern nach Li's Auffassung eine Verstärkung des Vertrauens in Multilateralismus und freien Handel.
Ein bemerkenswerter Fortschritt wurde mit der Unterzeichnung von fünf Regierungsabkommen erzielt. Besonders hervorzuheben ist die Vereinbarung zur Wiederaufnahme des seit 2020 gestoppten Exports von deutschem Schweinefleisch nach China, der aufgrund der Afrikanischen Schweinepest ins Stocken geraten war. Ein weiteres Abkommen soll den Export von Hühnerfüßen vereinfachen. Zudem wurden neue Kooperationsvereinbarungen zwischen der China Media Group und deutschen Sportverbänden geschlossen.
Zum Abschluss seines Besuchs wird Merz ein Abendessen mit Präsident Xi Jinping wahrnehmen, um über wirtschaftliche Kooperationen sowie sicherheitsrelevante Themen, darunter der russische Angriffskrieg in der Ukraine, zu diskutieren. China gilt als bedeutender Partner Russlands, was dem Dialog zusätzliche Brisanz verleiht.

