Mercedes-Benz erzielt Durchbruch im US-Dieselstreit

Mercedes-Benz hat eine wichtige Etappe im langjährigen Dieselstreit in den USA erreicht. Der schwäbische Automobilhersteller hat mit Zahlungen von über 102 Millionen Euro eine Einigung mit verschiedenen US-Bundesstaaten erzielt. Diese Einigung muss jedoch noch von den zuständigen Gerichten genehmigt werden. Gegenstand des Streits waren Vorwürfe überhöhten Schadstoffausstoßes bei rund 250.000 Dieselfahrzeugen.
Bereits in der Vergangenheit hatte das Unternehmen Rückstellungen für potenzielle Rechtskosten gebildet, um gegen die Vorwürfe gewappnet zu sein. Durch die nun erzielten Vereinbarungen kann Mercedes-Benz nach eigenen Angaben einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung Rechtssicherheit machen. Diese Einigung vermeidet zudem langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren, da Mercedes-Benz eng mit den Generalstaatsanwaltschaften der beteiligten Bundesstaaten kooperierte.
Im Gegensatz zu Volkswagen, das 2015 Abgasmanipulationen eingeräumt hatte, weist Mercedes-Benz die Vorwürfe der bewussten Täuschung zurück und hat kein Schuldeingeständnis abgegeben. Dennoch wurden Maßnahmen ergriffen, um die Abgaswerte zu verbessern. In einem Update von 2020 wurden bereits über 85 Prozent der betroffenen Fahrzeuge angepasst. Ein neues Anreizprogramm soll die Umsetzung zusätzlicher Software-Updates fördern.
Die gesamten Kosten für die Beilegung des Diesel-Konflikts in den USA belaufen sich nun auf über zwei Milliarden Euro. Positiv vermerkt sei, dass das US-Justizministerium jüngst seine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Mercedes-Benz ohne eine Anklage abzuschließen beschloss.

