Meilenstein beim Brennerbasistunnel: 87% des Mammutprojekts verwirklicht
Der Brennerbasistunnel, das ehrgeizige Unterfangen, das den Alpenverkehr revolutionieren soll, hat einen bedeutenden Fortschritt zu verzeichnen. Nach Angaben des Baukonsortiums BBT sind 200 der geplanten 230 Kilometer des Tunnel-Systems bereits aus dem Berg gebrochen. Damit hat das Vorzeigeprojekt einen Baufortschritt von beeindruckenden 87 Prozent erreicht.
Die beiden Haupttunnelröhren, die eine direkte Verbindung zwischen Österreich und Italien schaffen werden, haben jeweils eine beeindruckende Länge von 55 Kilometern. Davon wurden insgesamt bereits 48 Kilometer erfolgreich in den Fels vorangetrieben. Die Eröffnung dieses Ingenieurwunders ist für das Jahr 2032 geplant.
Neben den Hauptröhren entstehen ein Erkundungsstollen sowie diverse Verbindungs- und Logistikröhren, die das Gesamtnetzwerk perfektionieren. Für den September steht der erste Durchstich des Erkundungsstollens an. Die Durchbrüche der Haupttunnelröhren folgen voraussichtlich im kommenden Jahr.
Der Brennerbasistunnel ist ein Schlüsselelement der europäischen Verkehrsplanung, das maßgeblich zur Reduzierung der Reisezeit zwischen München und Norditalien beitragen soll. Dennoch steht der Ausbau der deutschen Zubringerstrecke weiterhin aus. Eine Entscheidung über die Trassenführung seitens Deutschlands lässt bislang auf sich warten, was das Projekt insgesamt noch beeinflussen könnte.

