Machtelite in Caracas: Jorge Rodríguez wiedergewählt als Präsident der Nationalversammlung Venezuelas

Venezuelas politisches Parkett erlebt einen weiteren aktionsgeladenen Akt mit der Wiederwahl des Linkspolitikers Jorge Rodríguez zum Präsidenten der Nationalversammlung. Inmitten politischer Turbulenzen, ausgelöst durch einen jüngsten Angriff der USA, wird der 60-jährige Psychiater nun das Parlament des südamerikanischen Landes bis 2031 anführen.
Diese Entscheidung fällt in einer Zeit, in der seine Schwester, die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez, nach der umstrittenen Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte, die Leitung der Regierungsgeschäfte übernommen hat. Jorge Rodríguez, ein etablierter Akteur der venezolanischen Machtelite, bringt eine reiche Historie in bedeutenden politischen Ämtern mit. Seine politische Laufbahn umfasst bereits Rollen als Leiter der Wahlbehörde, Vizepräsident und Kommunikationsminister.
Die Geschwister Rodríguez eint nicht nur ihr politisches Engagement, sondern auch ihre familiäre Historie: Ihr Vater, Jorge Antonio Rodríguez, ist eine markante Figur der venezolanischen Linken, dessen Tod im Jahr 1976 unter fragwürdigen Umständen in Polizeigewahrsam als Martyrium in die Geschichte einging. Diese jüngsten Entwicklungen unterstreichen die weiterhin instabile Lage in Venezuela, wo sich politische Machtkämpfe und internationale Spannungen zu einem komplexen Gebilde verflechten.

