Luxusgüter im Umbruch: Berenberg stuft Kering herab
Die renommierte Privatbank Berenberg zeigt sich skeptisch bezüglich der Zukunftsaussichten des Luxusgüterherstellers Kering und hat dessen Aktienempfehlung von 'Hold' auf 'Sell' angepasst. Analyst Nick Anderson betont in seiner aktuellen Sektorstudie, dass die Branche trotz optimistischer Stimmen und Perspektiven von Unternehmensleitungen vor fundamentalen Herausforderungen steht. Anderson argumentiert, dass der Luxussektor nach jahrzehntelangem Wachstum möglicherweise seinen Superzyklus beendet hat und nun mit strukturellen Nachfrageproblemen kämpft.
Prognosen zufolge wird das Nachfragewachstum voraussichtlich nur noch um 2 bis 3 Prozent pro Jahr steigen, deutlich geringer als der bisherige Durchschnitt von rund 6 Prozent. Diese verlangsamte Nachfragedynamik könnte dazu führen, dass Umsatzsteigerungen nicht mehr mit der Kosteninflation Schritt halten können. Dies birgt insbesondere Risiken für die Margen und Bewertungsniveaus der Unternehmen, erläuterte Anderson weiter. Solche Einschätzungen unterstreichen, dass Anleger sich auf veränderte Marktbedingungen einstellen müssen.

