Lufthansa plant Stellenabbau: Einzug der Effizienz in der Verwaltung
Die Lufthansa kündigt einen signifikanten Stellenabbau in ihrer Verwaltung an, um die Effizienz des Unternehmens zu steigern und Kosten zu senken. Rund zwanzig Prozent der administrativen Arbeitsplätze stehen in den nächsten Jahren zur Disposition. Diese Pläne sollen auf dem Kapitalmarkttag des Unternehmens von Vorstandschef Carsten Spohr offiziell präsentiert werden, begleitet von neuen strategischen Zielen für die mittelfristige Zukunft.
Die Börse reagierte prompt auf die Nachrichten: Die Aktie der Lufthansa verzeichnete einen deutlichen Anstieg von 1,6 Prozent und gehörte damit zu den stärksten Titeln im MDax, womit positive Resonanz auf die angekündigten Maßnahmen signalisiert wurde. Genaue Details zur Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze und die betroffenen Bereiche bleiben vorerst unbestätigt, jedoch könnten Berichten zufolge etwa 3.000 bis 4.000 Jobs wegfallen. Das Unternehmen selbst hat sich bislang nicht zu den Spekulationen geäußert. Zuletzt beschäftigte der Konzern rund 103.000 Mitarbeiter.
Die Lufthansa hatte bereits während der Coronapandemie substantielle Einsparungen vorgenommen und etwa 20.000 Stellen gestrichen. Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass zentrale Funktionen wie die Flugnetzplanung zusammengeführt werden, um Ressourcen effizienter zu nutzen. Die Performance des Sommergeschäfts wird mit Spannung erwartet, die Zahlen dazu werden am 3. November veröffentlicht. Carsten Spohr zeigte sich vor kurzem zuversichtlich, das erwartete operative Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen, trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Zeitgleich zum Bekanntwerden der Stellenabbaupläne läuft eine Urabstimmung unter Cockpitpersonal und Piloten, initiiert durch die Vereinigung Cockpit. Diese läuft bis zum Dienstag, und könnte mögliche Arbeitskämpfe nach mehreren gescheiterten Verhandlungsrunden bedeuten. Erschwerend kommen stockende Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Ufo hinzu, die eine tarifliche Gesamtlösung für das Kabinenpersonal vorerst scheitern ließ. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation will nun getrennte Verhandlungen für jede Airline fortführen.

