London bleibt gelassen: Großbritannien setzt auf Pragmatismus im Handelsstreit mit den USA
Inmitten der hitzigen internationalen Handelsdebatte hat die britische Regierung beschlossen, momentan keine Vergeltungsmaßnahmen gegen die frisch eingeführten Zölle der USA auf Stahl- und Aluminiumimporte zu ergreifen. Obwohl diese Zolleinführung als unglücklich bewertet wird, verfolgt die britische Regierung einen pragmatischen Ansatz und behält sich gleichwohl das Recht auf zukünftige Gegenmaßnahmen vor. Finanzstaatssekretär James Murray erläuterte dem britischen Sender Sky News, dass das Vereinigte Königreich eine andere Ausgangslage habe als die EU, dies nicht zuletzt dank des kürzlich erfolgten Besuchs von Premierminister Keir Starmer in Washington.
Murray hob hervor, dass während dieses Besuchs US-Präsident Donald Trump öffentlich verkündet habe, die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Großbritannien intensivieren zu wollen. Die laufenden Verhandlungen über ein umfassendes Handelsabkommen seien bereits weit vorangeschritten, und die Zölle seien Bestandteil dieser Gespräche. Die britische Regierung wolle sich durch die plötzlichen Handelsbarrieren nicht von ihrem Kurs abbringen lassen, da dieser im besten Interesse britischer Unternehmen und der Öffentlichkeit liege.
Murrays klare Botschaft lautet, trotz der Herausforderungen einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht impulsiv zu reagieren. Das Ziel bleibt, das bevorstehende Wirtschaftsabkommen mit den USA erfolgreich abzuschließen, was dem Vereinigten Königreich zum Vorteil gereichen soll. Indessen hat die Europäische Union im Gegensatz dazu bereits angekündigt, mit eigenen Gegenzöllen antworten zu wollen.

