Litauen stärkt Verteidigung durch Millionendeal mit Frankreich
Litauen setzt einen markanten Schritt zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeiten und kauft hochmoderne Radhaubitzen des Typs Caesar Mk II aus Frankreich. Der beeindruckende Vertrag mit der Rüstungsfirma KNDS France umfasst ein Volumen von rund 252 Millionen Euro. Diese zweite Beschaffungswelle stellt das bislang größte Rüstungsgeschäft des baltischen EU- und Nato-Mitglieds mit Frankreich dar, wie das litauische Verteidigungsministerium mitteilt. Zur genauen Stückzahl der neu bestellten Artilleriewaffen macht das Ministerium keine Angaben.
Die hochmobilen Artilleriesysteme, mit einem Kaliber von 155 Millimeter, sollen Litauens Militär mehr Schubkraft und Flexibilität verleihen. "Mit diesen modernen Systemen stärken wir nicht nur unsere Streitkräfte, sondern festigen auch unsere Partnerschaft mit der französischen Verteidigungsindustrie – ein essenzieller Verbündeter für uns", erklärt der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Die Caesar-Haubitzen gehören zu den fortgeschrittensten ihrer Klasse weltweit und haben sich bereits in der Ukraine im Einsatz bewährt.
Angesichts der geostrategischen Lage Litauens, das an die russische Exklave Kaliningrad und Belarus grenzt, unterstreicht der Erwerb der Artilleriesysteme die erhöhte Wachsamkeit des Landes. Der Konflikt in der Ukraine wird von Litauen als unmittelbare Bedrohung für die nationale Sicherheit wahrgenommen, weshalb die Verteidigungsausgaben erheblich gesteigert werden. Zudem wird künftig eine gepanzerte Brigade der Bundeswehr dauerhaft in Litauen stationiert sein, was die militärische Präsenz weiter verstärken wird.

