Litauen stärkt Verteidigung mit Investition in Brückenlegepanzer
Litauen plant den Erwerb von zwölf Brückenlegepanzern des Typs Leguan, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu verbessern. Der Vertrag, der einen Umfang von etwa 210 Millionen Euro hat, wurde zwischen dem litauischen Verteidigungsministerium und dem deutschen Hersteller KNDS abgeschlossen. Die Brückenbausysteme, die auf dem Chassis von Leopard-2-Panzern basieren, sind mit zwei 14-Meter-Brücken sowie einer 26-Meter-Brücke ausgestattet.
Der Vertrag umfasst zudem Ersatzteile, spezielle Werkzeuge und Schulungen für das Bedienpersonal und die Mechaniker. Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas betont, dass die neuen Brückenlegepanzer die Mobilität und taktische Flexibilität der Armee erheblich verbessern werden.
Die Fähigkeit, sowohl natürliche als auch künstliche Barrieren schnell zu überwinden, sei in der heutigen Kriegsführung von immenser Bedeutung. Die Anschaffung stellt eine Stärkung der nationalen Verteidigung sowie der gesamten Ostflanke der Nato dar.
Angesichts der geopolitischen Lage, da Litauen an die russische Exklave Kaliningrad und Belarus grenzt, betrachtet das baltische Land den Krieg in der Ukraine als unmittelbare Bedrohung. Aus diesem Grund intensiviert Vilnius seine militärischen Bemühungen und plant unter anderem die Anschaffung von Leopard-2-Panzern aus Deutschland. Zudem wird die Bundeswehr künftig mit einer gepanzerten Brigade in Litauen dauerhaft präsent sein.

