Linksterrorismus im Fokus: Anschlag auf Berliner Stromnetz beschäftigt Behörden
Die deutsche Bundesregierung steht vor einem Rätsel: Wer steckt hinter dem vermeintlichen Anschlag auf das Stromnetz von Berlin? Während die Ermittlungen noch in vollem Gange sind, gilt eine linksextremistische Motivation als „naheliegend“, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mitteilt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz beschäftigt sich mit der Authentizität eines Bekennerschreibens, dessen Ursprung bisher unklar bleibt. Der Generalbundesanwalt verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, hat jedoch noch keine Ermittlungen aufgenommen.
Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat keine Zweifel: Für den Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt sei der Linksterrorismus verantwortlich, so seine Äußerungen vom vergangenen Sonntag. Die Berliner Innenverwaltung hält ein Bekennerschreiben der sogenannten „Vulkangruppe“ für authentisch. Innensenatorin Iris Spranger unterstreicht diese Einschätzung: Es handele sich um Terrorismus, was den Einsatz von Gewalt zur Durchsetzung verfassungsfeindlicher Ziele umfasse, darunter die Einschüchterung der Bevölkerung. Spranger fordert, dass der Generalbundesanwalt die Übernahme des Falles prüft.
Unterdessen sind die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk (THW) im Krisengebiet aktiv, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Die Bundeswehr unterstützt mit wichtigen Ressourcen wie Dieselkraftstoff und Personal für Notstromaggregate, besonders in Pflegeeinrichtungen. Das THW ist mit einer beeindruckenden Mannschaft von 120 Helferinnen und Helfern vor Ort und betreibt Notunterkünfte, Notrufstationen und Stromversorgungseinrichtungen unter anderem für Krankenhäuser und Pflegezentren. Trotz der Krise sind die Kapazitäten noch lange nicht ausgeschöpft, versichert das Innenministerium.

