Lichtblick im Berliner Südwesten: Stromversorgung stabil, Arbeiten gehen weiter
Im Berliner Südwesten hat sich die Lage nach der Wiederherstellung der Stromversorgung weitgehend normalisiert. Laut Olaf Weidner, Sprecher von Stromnetz Berlin, gab es in der vergangenen Nacht keine nennenswerten Störungen. Der Fokus liegt derzeit auf der Inbetriebnahme einer zweiten Leitung, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Angesichts der kühlen Temperaturen bleibt man jedoch auf der Hut: "Gerade bei den Temperaturen könnte immer etwas passieren", betonte Weidner.
Temporäre Ausfälle, die am Mittwochabend gemeldet wurden, konnten von Weidner nicht bestätigt werden. "Aus unserer Sicht ist alles eingeschaltet, was eingeschaltet ist", sagte er und verwies darauf, dass keine Gebiete mehr ohne Strom seien. Die kurzzeitigen Ausfälle könnten auf das schrittweise Abschalten der Notstromaggregate seit Mittwochnachmittag zurückzuführen sein, was laut Weidner jedoch nur bis zu einer halben Stunde dauern sollte.
Der Vorfall geht auf einen mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zurück, der ab Samstagmorgen rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe in Dunkelheit tauchte. Laut Netzbetreiber war dies der längste Stromausfall in Berlins Nachkriegsgeschichte. Inzwischen sind knapp 100.000 Menschen, die nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) betroffen waren, wieder mit Elektrizität versorgt.

