Lethargie an den Märkten: Wartestellung dominiert vor Jackson Hole
An Europas Aktienmärkten ist am Mittwoch ruhiges Fahrwasser angesagt. Nach der großen Gesprächsrunde im Weißen Haus und in Erwartung der bevorstehenden Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole schleicht sich eine gewisse Lethargie ein, wie der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets beobachtet. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, zeigt mit einem Stand von 5.481,14 Punkten kaum Bewegung gegenüber dem Vortag. Auch die Märkte jenseits des Euroraums folgen diesem Trend: Der Schweizer SMI verzeichnet einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent auf 12.221,44 Punkte, während der britische FTSE 100 ebenfalls um 0,1 Prozent auf 9.196,81 Punkte zulegt.
Marktbeobachter Jürgen Molnar weist darauf hin, dass Anleger derzeit abwartend agieren und hoffen, dass aus vagen Erwartungen bald greifbare Fakten werden. Geopolitisch liegt der Fokus nach wie vor auf den Anstrengungen für eine nachhaltige Waffenruhe in der Ukraine, deren Fortschritte nun verstärkt erwartet werden.
In diesem verhaltenen Marktumfeld verzeichnen defensive Nahrungsmittelwerte Zuwächse. Nestle kann um 1,7 Prozent zulegen und setzt damit seine Erholungsphase fort. Auch Danone erfreut sich mit einem Kursplus von zwei Prozent beträchtlicher Nachfrage.
Ein anderes Bild ergibt sich bei Geberit, dem Schweizer Sanitärtechnikkonzern. Die aktuellen Geschäftszahlen konnten die Analystenerwartungen nicht ganz erfüllen. Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr versprüht wenig Optimismus, sodass Marktteilnehmer Gewinne mitnehmen. In der Folge sinkt die Aktie um 2,2 Prozent. Noch stärker betroffen ist Alcon. Hier tauschen enttäuschte Investoren ihre Papiere nach eher enttäuschenden Zahlen und einer erneuten Prognosesenkung aus; die Aktie bricht um 11,3 Prozent ein.

