K+S unter Druck: Logistikprobleme und Währungsentwicklung belasten
Der traditionsreiche Kalidünger-Hersteller K+S steht im zweiten Quartal vor Herausforderungen, die die Geschäfte spürbar beeinflussen. Die verspätetet Abfahrt eines Transportschiffes trägt ebenso zur vorübergehenden Schwäche bei wie eine in Kanada vorgezogene Instandhaltungspause im Werk Bethune, was zu enttäuschenden Quartalszahlen führte.
Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und bestätigt seine Jahresziele, da die Preise für Kalidünger zuletzt anstiegen – ein Lichtblick am Horizont. Trotz dieser positiven Preisentwicklung, erlebte die K+S-Aktie einen schwierigen Tag an der Börse. Die Papiere verzeichneten bis zum Nachmittag einen Kursverlust von rund siebeneinhalb Prozent und beendeten den Handelstag mit dem letzten Platz im MDax.
Mit einem Kurs von 13,56 Euro fiel sie auf das niedrigste Niveau seit April und hat seit dem Spitzenwert im Juni rund ein Fünftel an Wert eingebüßt. Ein Grund dafür sind die zuletzt vermeldeten milliardenschweren Abschreibungen, die durch einen schwächelnden US-Dollar, geänderte Kalipreisprognosen und gestiegene Kapitalkosten erforderlich wurden. Die vorläufigen Quartalszahlen spiegeln die Herausforderungen wider: K+S verzeichnete einen Rückgang des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 14 Prozent auf 110 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich besseren Zahlen gerechnet.
Obwohl der um Sondereffekte bereinigte freie Cashflow mit minus 8 Millionen Euro weniger negativ ausfiel als im Vorjahr, bleibt der finanzielle Druck spürbar. Dennoch zeigt sich K+S optimistisch, das operative Ergebnis im laufenden Jahr steigern zu können, während der vollständige Halbjahresbericht für den 12. August erwartet wird.

