K+S unter Druck: Analystenempfehlung wirkt als weiterer Belastungsfaktor
Die Aktien von K+S befinden sich nach einer herausfordernden Phase erneut im Abwärtstrend. Die jüngste Empfehlung der Berenberg Bank, die die Aktie von 'Buy' auf 'Sell' herabgestuft hat, ließ den Kurs am Mittwochvormittag um rund vier Prozent auf unter 12 Euro absinken. Dies markiert den niedrigsten Stand seit April. Seit dem Hochpunkt vor zwei Monaten bei über 17 Euro hat die Aktie damit einen Verlust von etwa 30 Prozent erlitten.
Berenberg-Analyst Sebastian Bray sieht den bisherigen Aufwärtszyklus als beendet an. Ab dem nächsten Jahr erwartet er überwiegend sinkende Preise für Agrarprodukte, was die Lage weiter verschärfen könnte. Eine kurzfristige Steigerung der Düngernachfrage durch die Ausweitung der Maisanbauflächen in den USA könnte dem entgegenwirken. Jedoch könnten größere Produktionsmengen den Druck auf die Preise erhöhen und die Profitabilität der US-Landwirte beeinträchtigen. Mais und seine Ertragslagen gelten als aussagekräftige Indikatoren für den Agrarsektor insgesamt, so der Analyst.
Die Entwicklung der Kalipreise wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren eine Herausforderung für die Ergebnisentwicklung von K+S darstellen. Bereits ein schwaches zweites Quartal hatte Ende Juli die Talfahrt der Aktie nochmals verschärft. Mit hohen Börsenumsätzen fiel der Kurs am 29. Juli um über zehn Prozent und rutschte zum ersten Mal seit Anfang April unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie, einem Indikator für langfristige Markttrends.

