Krypto-Gesetz in Gefahr: Weißes Haus Berichten zufolge „wütend“ auf Coinbase

Die Trump-Administration erwägt Berichten zufolge, ihre Unterstützung für das Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes vollständig zurückzuziehen, falls Coinbase nicht zu den Verhandlungen zurückkehrt. Dies berichtete die Journalistin Eleanor Terrett.
Coinbase und sein CEO machten Banken für Eingriffe verantwortlich, die Änderungen vorantreiben, die es Nutzern erschweren oder unmöglich machen, Erträge auf Stablecoins zu erzielen. Andere Branchenexperten widersprachen jedoch dieser Darstellung.
Droht das Weiße Haus?
Terrett zitierte eine Quelle aus dem Umfeld der Trump-Administration, die erklärte, dass das Weiße Haus von Coinbase erwartet, mit einer Vereinbarung zurückzukehren, die sowohl die Banken zufriedenstellt als auch alle Beteiligten zu einer Einigung bringt.
Die Administration sei Berichten zufolge „wütend“ über die „einseitige“ Entscheidung von Coinbase, die ohne vorherige Ankündigung getroffen wurde. Das Weiße Haus bezeichnete diesen Schritt angeblich als „Rug Pull“ gegen sich selbst und die gesamte Kryptoindustrie.
🚨SCOOP: The White House is considering pulling its support for the crypto market structure bill entirely if @coinbase does not come back to the table with a yield agreement that satisfies the banks and gets everyone to a deal, a source close to the Trump administration tells me.…
— Eleanor Terrett (@EleanorTerrett) January 17, 2026
Die Quelle betonte weiter, dass es sich letztlich um „Präsident Trumps Gesetz handelt, nicht um das von Brian Armstrong“.
Coinbase hatte seine Unterstützung für das Gesetz Anfang der Woche zurückgezogen und Banken dafür verantwortlich gemacht, zu viele Änderungen durchzusetzen, die die Erzielung von Erträgen auf Stablecoins einschränken. CEO Armstrong nannte mehrere Probleme mit dem aktuellen Entwurf, darunter:
- Ein faktisches Verbot von tokenisierten Aktien
- Verbote für DeFi, die der Regierung unbegrenzten Zugang zu Finanzdaten gewähren und das Recht auf Privatsphäre aufheben
- Eine Erosion der Autorität der CFTC, die Innovation hemmt und sie der SEC unterordnet
- Entwurfsänderungen, die Belohnungen auf Stablecoins verhindern und Banken erlauben, die Konkurrenz auszuschalten
Untergräbt Coinbase das Gesetz?
Die Entscheidung von Coinbase sorgte für Kontroversen innerhalb und außerhalb der Kryptoindustrie. Während einige Experten, wie Brad Garlinghouse von Ripple, sich weitgehend zurückhielten, beschuldigten andere, wie Citron Research, direkt Armstrong, das Gesetz zu untergraben.
Sie argumentierten, dass die offizielle Begründung von Coinbase die Angst vor Konkurrenz durch Firmen mit tokenisierten Wertpapieren zeige, da es von regulatorischer Klarheit profitieren wolle, ohne den Weg für Rivalen zu öffnen.
Der Bankenausschuss des Senats verschob seine geplante Beratung des Gesetzes am 15. Januar, und ein neuer Termin wurde noch nicht festgelegt.

