Kritische Blicke nach Washington: Deutsche fordern klare Haltung
In der jüngsten Umfrage des Instituts YouGov zeigt sich, dass die deutsche Bevölkerung mit der gegenwärtigen US-Außenpolitik, insbesondere in Bezug auf Venezuela und Grönland, wenig einverstanden ist. Zwei Drittel der Befragten betrachten die militärische Aktion der USA, insbesondere die Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro, als unangebracht. Die Aufmerksamkeit richtet sich jedoch nicht nur auf Venezuela. Eine große Mehrheit von 73 Prozent der Deutschen unterstützt die klare Positionierung Deutschlands und anderer europäischer Staaten in der aktuellen Grönland-Debatte.
In einer gemeinsamen Erklärung, die auch von Bundeskanzler Friedrich Merz unterschrieben wurde, bekräftigen Deutschland, Großbritannien und Frankreich ihre Unterstützung für Dänemark und Grönland. Einhellig lautet die Aussage, dass die Entscheidungen über Grönland einzig von Dänemark und dem grönländischen Volk getroffen werden sollten. In der Bevölkerung herrscht dabei Uneinigkeit darüber, ob die USA tatsächlich militärisch in Grönland eingreifen könnten. Während 39 Prozent der Meinung sind, dass ein solches Szenario wahrscheinlich sei, halten es 40 Prozent für unwahrscheinlich.
Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der aus nationalen Sicherheitsgründen erneut mit einer Annexion Grönlands liebäugelt, tragen dabei nicht zur Entspannung der Lage bei. Die umfangreiche Umfrage wurde zwischen dem 9. und 12. Januar durchgeführt und umfasste 2.080 wahlberechtigte Personen in Deutschland.

