Kosmetik- und Waschmittelbranche profitiert von guter Konsumstimung
06. Dezember 2011, 11:49 Uhr · Quelle: FREI
FRANKFURT (Dow Jones)--Ein positives Konsumumfeld führt im laufenden Jahr zu steigenden Umsätzen in der Kosmetik- und Waschmittelindustrie in Deutschland. Fast 17 Mrd EUR werden deutsche Verbraucher 2011 für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte von Unternehmen wie Henkel, Beiersdorf, L'Oreal oder Procter & Gamble ausgeben, prognostizierte der Branchenverband IKW am Dienstag in Frankfurt.
Der Löwenanteil entfällt mit 12,6 Mrd EUR auf die Schönheitspflege. Durchschnittlich 129 EUR gibt der Käufer pro Jahr dafür aus. Dieser Zweig wird im laufenden Jahr mit 0,8% stärker wachsen als der Haushaltspflegemittelmarkt. Sollte das Weihnachtsgeschäft positiv verlaufen, ist nach Ansicht des IKW sogar eine "1 vor dem Komma" möglich. Der Markt der Wasch- und Reinigungsmittel, für die jeder Haushalt im Schnitt jährlich 63 EUR ausgibt, wird dagegen lediglich um 0,5% zulegen und damit nicht an die hohen Zuwächse in den vergangenen zwei Jahre anknüpfen können.
Beide Märkte sind durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet, der auch auf die Preise drückt. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts SymphonyIRI, dass mit dem IKW kooperiert, verkauft ein Unternehmen in der Kosmetik bei einem Verlust von 1% Marktanteil 38 Mio Produkte im Gesamtwert von über 100 Mio EUR weniger. Ein weiterer Beleg für die Wettbewerbsintensität sei die Häufigkeit von Aktionen in Form von kurzfristigen Preisnachlässen oder zusätzlichen Platzierungen im Handel. Bei Vollwaschmitteln werden den Angaben zufolge 43% der Umsätze über Aktionen erzielt, bei der Haarpflege sind es 20%.
Das wichtigste Segment der Schönheitspflege bleibt auch im laufenden Jahr die Haarpflege, die rund ein Viertel des Marktes ausmacht. Aufgrund von Verkaufsaktionen wird in dem Bereich 2011 allerdings mit einem rückläufigen Umsatz gerechnet. Gleiches gilt für die Hautpflege, die rund ein Fünftel des Marktes ausmacht. Bei der Haushaltspflege steht weiterhin der Klassiker Vollwaschmittel an der Spitze, der auch 2011 weiter wachsen wird.
Wichtig für die Branche bleiben Innovationen. So wird bei Vollwaschmitteln jeder vierte Euro für neue Artikel ausgegeben, in der Haarpflege ist es jeder sechste Euro.
Für das kommende Jahr zeigte sich der Verband angesichts der zunehmenden Eintrübung des Konjunkturumfeldes zurückhaltend. Für beide Segmente erwartet der IKW eine Stagnation des Umsatzes bzw ein leichtes Plus von 0,5%.
Die Märkte für Konsumgüter zeichnen sich durch eine relative Stabilität auch in Krisenzeiten aus und geben etwa während einer Rezession nicht so stark nach wie die für Investitionsgüter. Im Umkehrschluss fällt der Anstieg bei einer konjunkturellen Erholung auch nicht so stark aus.
"Ich glaube nicht, dass sich aus Konsumentensicht etwas ändert", sagte Verbandsvorsitzender Rüdiger Mittendorf. Im Moment sei auch keine stärkere Inflationsgefahr zu erkennen.
-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, [email protected] DJG/nas/mgo
Der Löwenanteil entfällt mit 12,6 Mrd EUR auf die Schönheitspflege. Durchschnittlich 129 EUR gibt der Käufer pro Jahr dafür aus. Dieser Zweig wird im laufenden Jahr mit 0,8% stärker wachsen als der Haushaltspflegemittelmarkt. Sollte das Weihnachtsgeschäft positiv verlaufen, ist nach Ansicht des IKW sogar eine "1 vor dem Komma" möglich. Der Markt der Wasch- und Reinigungsmittel, für die jeder Haushalt im Schnitt jährlich 63 EUR ausgibt, wird dagegen lediglich um 0,5% zulegen und damit nicht an die hohen Zuwächse in den vergangenen zwei Jahre anknüpfen können.
Beide Märkte sind durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet, der auch auf die Preise drückt. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts SymphonyIRI, dass mit dem IKW kooperiert, verkauft ein Unternehmen in der Kosmetik bei einem Verlust von 1% Marktanteil 38 Mio Produkte im Gesamtwert von über 100 Mio EUR weniger. Ein weiterer Beleg für die Wettbewerbsintensität sei die Häufigkeit von Aktionen in Form von kurzfristigen Preisnachlässen oder zusätzlichen Platzierungen im Handel. Bei Vollwaschmitteln werden den Angaben zufolge 43% der Umsätze über Aktionen erzielt, bei der Haarpflege sind es 20%.
Das wichtigste Segment der Schönheitspflege bleibt auch im laufenden Jahr die Haarpflege, die rund ein Viertel des Marktes ausmacht. Aufgrund von Verkaufsaktionen wird in dem Bereich 2011 allerdings mit einem rückläufigen Umsatz gerechnet. Gleiches gilt für die Hautpflege, die rund ein Fünftel des Marktes ausmacht. Bei der Haushaltspflege steht weiterhin der Klassiker Vollwaschmittel an der Spitze, der auch 2011 weiter wachsen wird.
Wichtig für die Branche bleiben Innovationen. So wird bei Vollwaschmitteln jeder vierte Euro für neue Artikel ausgegeben, in der Haarpflege ist es jeder sechste Euro.
Für das kommende Jahr zeigte sich der Verband angesichts der zunehmenden Eintrübung des Konjunkturumfeldes zurückhaltend. Für beide Segmente erwartet der IKW eine Stagnation des Umsatzes bzw ein leichtes Plus von 0,5%.
Die Märkte für Konsumgüter zeichnen sich durch eine relative Stabilität auch in Krisenzeiten aus und geben etwa während einer Rezession nicht so stark nach wie die für Investitionsgüter. Im Umkehrschluss fällt der Anstieg bei einer konjunkturellen Erholung auch nicht so stark aus.
"Ich glaube nicht, dass sich aus Konsumentensicht etwas ändert", sagte Verbandsvorsitzender Rüdiger Mittendorf. Im Moment sei auch keine stärkere Inflationsgefahr zu erkennen.
-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, [email protected] DJG/nas/mgo

