Klöckner & Co startet vielversprechenden Erholungsversuch an der Börse
Die Aktien von Klöckner & Co haben zu Wochenbeginn einen bemerkenswerten Anlauf zur Erholung genommen. In der frühen Handelsphase kletterten die Papiere des renommierten Stahlhändlers um nahezu vier Prozent und erreichten einen Kurs von 5,85 Euro. Dies markiert den höchsten Stand, den die Papiere seit Anfang September erreichten. An der Börse wurde der jüngste Verkauf von acht Vertriebseinrichtungen in den USA positiv aufgenommen.
Bis zuletzt verzeichneten die Aktien von Klöckner & Co einen Zuwachs von 2,7 Prozent, was ihnen im moderat steigenden SDax-Index der Nebenwerte eine vordere Platzierung einbrachte. Die Strategie von Klöckner, Kapital aus dem Vertriebsgeschäft in qualitativ hochwertigere Bereiche und das Service-Center-Geschäft zu verlagern, zielt darauf ab, die Abhängigkeit von schwankenden Rohstoffmärkten zu verringern. Im operativen Geschäft konzentriert sich Klöckner darauf, Stahl von Produzenten zu erwerben und ihn nach Verarbeitung weiterzuverkaufen. Diese Maßnahmen sollen das Ertragsprofil des Unternehmens stabilisieren und stärken.
Christian Cohrs, ein Experte von Warburg Research, bezeichnete den Schritt als klug durchdacht. Durch die Veräußerung werde Kapital freigesetzt, das in Projekte mit höheren Gewinnmargen reinvestiert werden kann.
Bereits am vergangenen Freitag war ein starker Anstieg der Klöckner-Aktien zu verzeichnen, ausgelöst durch Berichte über mögliche Schutzzölle gegen China-Importe, die Anlegern Hoffnungen machten. Die daraufhin erzielten Kursgewinne schmolzen allerdings später größtenteils wieder dahin, sodass die Aktien auf das tiefste Niveau seit Februar zurückfielen.
Mit den jüngsten Kursgewinnen haben die Klöckner-Aktien nun einen weiteren Versuch gewagt, den Abwärtstrend zu überwinden. Unterstützung erhält dieser Ansatz durch ein bereits am Freitag aufgehelltes Chartbild. Zum Ende der Woche stieg der Kurs über die 21-Tage-Durchschnittslinie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend fungiert.

