Kiews Kampf gegen dunkle Wintertage: Selenskyj warnt vor neuen Angriffen
In Kiews eisigem Griff des Winters ringen die Bewohner mit einem historischen Kälteeinbruch und angespannten Energieversorgungsbedingungen. Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug in seiner jüngsten Ansprache ernste Töne an und warnte eindringlich vor bevorstehenden massiven Luftangriffen aus Russland. Er rief seine Mitbürger dazu auf, den Luftalarmhinweisen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und sich vorbereitet zu halten.
Der ukrainische Staatschef richtete zudem kritische Worte an die westlichen Verbündeten des Landes. Er machte deutlich, dass die bisher gelieferten Raketen für die Flugabwehr sowie die entsprechenden Systeme unzureichend seien, um die aktuelle Bedrohungslage zu bewältigen. Kiews diplomatische Bemühungen konzentrieren sich daher darauf, die westlichen Partner zur beschleunigten Lieferung dieser dringend benötigten Verteidigungsgüter zu bewegen.
Besonders schwer trifft der kalte Winter die Hauptstadt Kiew. Dort suchen Bürger Schutz vor Temperaturen, die in der Nacht auf bis zu minus 20 Grad sinken können. Doch die systematischen Raketen- und Drohnenangriffe, die das russische Militär auf Energieanlagen verübt, haben vielerorts zu Strom- und Fernwärmeausfällen geführt. Notabschaltungen erschweren das tägliche Leben und fordern die Widerstandskraft der Bevölkerung erneut heraus, während die Ukraine unverändert die Unterstützung ihrer westlichen Partner im fast vierjährigen Abwehrkampfes gegen die russische Invasion sucht.

