Keine Pläne für Divinity: Original Sin 3? Larian Studios spielt mit unseren Erwartungen
Michael Douse, der Director of Publishing des gefeierten belgischen Entwicklers, hat sich auf Twitter zu Wort gemeldet und eine Aussage getätigt, die Fans der Original Sin-Reihe das Herz bluten lässt. Auf die direkte Nachfrage eines Nutzers antwortete er unmissverständlich: „Es gibt derzeit keine Pläne für ein neues Divinity: Original Sin 3 Spiel.“ Doch wer Larian kennt, weiß, dass hinter jedem Satz oft ein doppelter Boden lauert. Douse fügte vielsagend hinzu: „Aber sobald wir bereit sind zu zeigen, woran wir gearbeitet haben, werden wir es tun.“ Diese scheinbare Absage steht in einem bizarren Kontrast zu den Indizien, die sich in den letzten Tagen wie Puzzleteile zusammensetzen.
Das Mysterium der vielarmigen Statue
Besonders brisant wird diese Dementi-Taktik durch eine mysteriöse Statue, die im Vorfeld der The Game Awards (TGA) für wildes Kopfzerbrechen sorgte. Seit Wochen teast die Preisverleihung dieses enigmatische Objekt an, dessen Design viele Beobachter ratlos zurückließ. Handelt es sich um Diablo 4? Ein neues God of War? Oder gar das lang ersehnte Elder Scrolls 6? Der renommierte Branchen-Insider Jason Schreier von Bloomberg wischte diese Theorien beiseite, versprach aber im gleichen Atemzug, dass die tatsächliche Enthüllung für große Begeisterung sorgen würde. Plötzlich tauchten Markenanmeldungen auf, die das Rätsel in eine ganz bestimmte Richtung lenkten: Das Symbol der Statue ähnelt verdächtig Designs, die nun rechtlich geschützt wurden.
Spurensuche im Markenregister
Hier wird die Geschichte zu einem wahren Krimi. Die besagten Trademarks für den Namen „Divinity“ und das korrespondierende Symbol wurden von der Kanzlei IHDE und Partner Rechtsanwälte registriert – genau jene Kanzlei, die traditionell Larians rechtliche Angelegenheiten regelt. Douses Aussage, es gäbe keine Pläne für ein Original Sin 3, könnte also technisch gesehen die Wahrheit sein, ohne die Existenz eines neuen Spiels im selben Universum zu leugnen. Erinnern wir uns: Das Franchise begann einst mit Divine Divinity. Es wäre ein typischer Schachzug des Studios, zu den Wurzeln zurückzukehren oder ein ganz neues Spin-off zu kreieren, das sich namentlich vom Original Sin-Zweig abhebt.
Das Schweigen vor dem Sturm
Interessanterweise ging Douse mit keinem Wort auf diese Markenrechte ein, was die Spekulationen nur noch weiter anheizt. Zuvor hatte er bereits augenzwinkernd angemerkt, dass man die Definitive Edition von Divinity: Original Sin 2 für die PS5 eigentlich noch gar nicht ankündigen sollte – ein „Versehen“, das perfekt in die chaotisch-sympathische PR-Strategie der Macher passt. Diese Version könnte als Shadow-Drop für Xbox Series X/S und PlayStation 5 erscheinen und die Wartezeit auf das nächste große Ding verkürzen.
Heute Abend, wenn sich der Vorhang bei den Game Awards hebt, wissen wir mehr. Bis dahin bleibt uns nur, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und zu hoffen, dass Larian uns nicht nur an der Nase herumführt, sondern uns auf eine neue, epische Reise vorbereitet.


