Judas‘ „Villainy System“: Wie deine Handlungen die drei größten Feinde formen
Seit der Ankündigung von Judas, dem neuesten Projekt von Ken Levine und seinem Studio Ghost Story Games, fragen sich Fans, wie die narrative Tiefe der BioShock-Reihe in einem neuen Gewand weitergeführt wird. Eine cruciale Antwort darauf scheint das sogenannte „Villainy System“ (etwa: „Bösartigkeits-System“) zu sein.
Wie neue Informationen enthüllen, wird dieses System nicht nur oberflächliche Reaktionen der NPCs steuern, sondern die drei Hauptantagonisten des Spiels – Tom, Neese und Hope – tiefgreifend und einzigartig auf die Entscheidungen der Spieler anpassen.
In diesem Artikel geht um die Roguelike-Elemente im Spiel.
Keine statischen Bösewichte in Judas: Antagonisten mit Gedächtnis
Das zentrale Konzept des Villainy Systems ist so simpel wie revolutionär: Jede Handlung der Spieler, jeder getroffene moralischer oder taktischer Entscheid, hat Konsequenzen für die Beziehung zu den drei Anführern des dysfunktionalen Raumschiffs Mayflower. Diese Charaktere sind keine statischen Feinde, die auf ein lineares Script warten.
Stattdessen besitzen sie ein dynamisches „Gedächtnis“ für das Verhalten des Spielers. Laut Ken Levine basiert ihre Interaktion mit der Protagonistin Judas nicht auf einem simplen „Gut-Böse“-Balken, sondern auf einer komplexen, individuellen Bewertung. Wenn Judas beispielsweise einen Verbündeten von Tom tötet oder eine Ressource zerstört, die ihm wichtig ist, wird Tom dies persönlich nehmen. Seine Dialoge, seine aggressiven Taktiken im Kampf und sogar die von ihm gesendeten Boss-Einheiten könnten sich darauf anpassen, geprägt von Wut und Rachedurst.
Jeder Antagonist reagiert anders
Der genius des Systems liegt in seiner Spezifität. Jeder der drei Antagonisten hat eine eigene Persönlichkeit, eigene Motive und eigene Prioritäten. Das bedeutet, dass eine Aktion, die einen von ihnen wütend macht, einen anderen gleichgültig lassen oder sogar stillschweigend billigen könnte.
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Tom: Wird als kontrollierender und paranoider Charakter beschrieben. Handlungen, die seine Autorität untergraben oder seine Kontrolle über das Schiff bedrohen, werden seine primären Trigger sein.
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Neese: Scheint mehr Wert auf soziale Strukturen und ihre Anhänger zu legen. Ihr gegenüber illoyal zu sein oder ihre Verbündeten zu verraten, könnte der schnellste Weg sein, sich ihre Feindschaft zu sichern.
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Hope: Ihre Motivationen sind noch etwas geheimnisvoller, aber sie könnte auf Handlungen reagieren, die mit Wissen, Technologie oder der Veränderung des Schiffes selbst zu tun haben.
Laut Levin wird Judas einen ähnlichen Umfang wie BioShock haben.

