JPMorgan erwägt Krypto-Dienstleistungen angesichts wachsender institutioneller Nachfrage

JPMorgan Chase & Co. zieht in Betracht, Kryptowährungshandelsdienste für institutionelle Kunden anzubieten. Dies geht aus Berichten von Bloomberg und Reuters hervor. Die Pläne befinden sich noch in einem frühen Stadium und wurden von der Bank nicht offiziell bestätigt.
Institutionelle Nachfrage und Produktoptionen
Berichten zufolge prüft die Bank eine Reihe möglicher Angebote, darunter Spot-Handel und Derivate. Dabei wird getestet, ob die Nachfrage der Kunden eine Einführung rechtfertigt. Entscheidungen werden von Risikobewertungen und dem regulatorischen Umfeld abhängen, so Quellen.
Banken reagieren auf einen sich wandelnden Markt
Die Wall Street nähert sich zunehmend der Kryptowelt. Morgan Stanley plant beispielsweise, bis Mitte 2026 Krypto-Handel auf seiner E*Trade-Plattform anzubieten. Dies zeigt, dass Unternehmen bestrebt sind, dem Interesse der Investoren gerecht zu werden. Der globale Kryptomarkt wird auf etwa $3,1 Billionen geschätzt, wobei Bitcoin fast $1,8 Billionen dieses Gesamtwerts ausmacht.
JPMorgan Chase reportedly plans launching crypto trading services for institutional clients. https://t.co/Ggj0bOxcUc
— TheStreet (@TheStreet) December 22, 2025
Pläne ohne Verwahrung zu starten
Mehrere Branchenberichte deuten darauf hin, dass JPMorgan zunächst den Handel ausführen könnte, ohne die Tokens der Kunden zu verwahren. Das Unternehmen würde Transaktionen erleichtern, aber zunächst keine Verwahrungsdienste anbieten. Dieser Ansatz würde der Bank ermöglichen, Zugang zu bieten und gleichzeitig das direkte Risiko zu begrenzen.
Bankgeschichte und sich ändernde Ansichten
Die öffentliche Haltung von JPMorgan zu Kryptowährungen hat sich im Laufe der Zeit verändert. Der CEO war einst ein scharfer Kritiker von Bitcoin, doch das Unternehmen testet seit einigen Jahren Blockchain- und Tokenisierungsprojekte. Auch das politische Klima hat sich verändert: US-Präsident Donald Trump hat eine Haltung eingenommen, die von einigen Beobachtern als kryptofreundlich angesehen wird, was die Kalkulationen der Branche beeinflusst hat.
Was dies für Kunden bedeuten würde
Sollte JPMorgan voranschreiten, könnten Kunden Zugang zu bankgerechter Ausführung für Bitcoin und andere Tokens erhalten, möglicherweise mit institutionellen Verwahrern oder Drittanbietern für die Verwahrung. Marktteilnehmer und Vermögensverwalter würden wahrscheinlich schnell reagieren; die Liquidität könnte steigen und die Handelskosten sich verändern. Diese Ergebnisse würden von den genauen eingeführten Produkten und den regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen.
Kollateral- und Tokenisierungsmaßnahmen Anfang des Jahres
Die Bank hat bereits andere Schritte im Kryptobereich unternommen. Im Oktober berichtete Bloomberg, dass JPMorgan plant, institutionellen Kunden bis Ende des Jahres die Nutzung von Bitcoin und Ether als Sicherheiten für Kredite zu ermöglichen, ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen Wege testet, um Krypto in traditionelle Bankfunktionen zu integrieren.
Reaktion des Bitcoin-Preises
Händler reagierten positiv auf die Nachricht, dass JPMorgan Krypto-Handel prüft, was Bitcoin kurzzeitig in den Bereich von $88.000 bis $90.000 trieb. Obwohl der Preis die $90.000-Marke nicht entscheidend durchbrach, unterstützte die Ankündigung bestehende Widerstandsniveaus und stärkte die Marktstimmung. Analysten weisen darauf hin, dass jede dauerhafte Preiswirkung davon abhängen wird, ob JPMorgan tatsächlich Handelsdienste einführt und wie die US-Regulierungsbehörden reagieren. Vorerst hat die Nachricht jedoch sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Investoren Optimismus geweckt.

